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Transport und Verkehr

Autoverkehr südlich der Grenze

Hauptverkehrsader in Südschleswig ist die Autobahn A 7 (E 45), im Westen des Landes als Nord-Süd-Hauptstrecke die Bundesstraße B 5. In Ost-West-Richtung verlaufen zwischen allen größeren Städten Bundesstraßen.

Innerhalb geschlossener Ortschaften gilt in Deutschland die Höchstgeschwindigkeit von 50 km/h. Sehr viele Wohngebiete sind aber als Tempo-30-Zonen ausgewiesen. Auf Landstraßen gilt generell eine Höchstgeschwindigkeit von 100 km/h, sofern nichts anderes angegeben ist. Auf Autobahnen gelten im Prinzip keine Geschwindigkeitsbegrenzungen. 130 km/h gelten als Richtgeschwindigkeit, im Bereich von Ausfahrten allerdings als Höchstgeschwindigkeit.

Geschlossene Ortschaften werden durch gelbe Tafeln angezeigt. Überörtliche Richtungsschilder sind ebenfalls gelb, innerörtliche hingegen weiß. Blaue Schilder weisen auf Autobahnen hin.

Zu den besonderen Verkehrsregeln gehört ferner der Grüne Pfeil, der an einigen Ampeln trotz roten Lichts das Rechtsabbiegen erlaubt. Dabei ist zu beachten, dass man trotzdem an der Ampel stoppen muss, bevor man abbiegt.

Fahrradwege an größeren Landstraßen werden in der Regel separat auf nur einer Seite geführt und sind daher in beiden Richtungen benutzbar. Gleichzeitig dienen sie dem Fußgängerverkehr. Schnelle Radsportler dürfen daher auch dann die Straße benutzen, wenn ein Radweg vorhanden ist. Ansonsten gilt Benutzungspflicht für Radwege.

Autoverkehr nördlich der Grenze

Hauptverkehrsader in Nordschleswig ist die Autobahn E 45. Im Westen wird die Grüne Küstenstraße als Hauptstraße 11 von Nord nach Süd geführt. Zwischen den größeren Städten im Landesteil gibt es zahlreiche größere Fernstraßen, die den Ost-West- und Diagonalverkehr tragen.
Innerhalb geschlossener Ortschaften gilt in Dänemark die Höchstgeschwindigkeit von 50 km/h. Auf Landstraßen darf in der Regel nicht schneller als 80 km/h gefahren werden, auch wenn sie breit ausgebaut sind. Auf Autobahnen gilt – sofern nicht anders angegeben – eine Höchstgeschwindigkeit von 130 km/h, die allerdings auch vergleichsweise streng überwacht wird.

Geschlossene Ortschaften werden durch weiße Schilder mit Ortsnamen und Stadtsymbolik markiert. Überörtliche Richtungstafeln sind blau, kleinere Schilder weiß mit roter Schrift, innerörtliche Hinweise weiß mit blauer Schrift. Auf Autobahnen weisen grüne Schilder hin.

Viele große Kreuzungen werden durch Kreisverkehre reguliert. An den meisten größeren Landstraßen findet sich an beiden Seiten ein Mehrzweckstreifen, der unter anderem auch als Fuß- und Radweg benutzt wird.

Öffentliche Personenbeförderung südlich der Grenze

Seit dem 1. April 2005 gilt im ganzen Bundesland Schleswig-Holstein grundsätzlich ein einheitlicher Tarif. Dieser ist jedoch mit gewissen Ausnahmen verbunden. Der einheitliche Tarif gilt, wenn man zwischen Bahn und Bus umsteigen muss, wenn man eine Landkreisgrenze überfährt oder wenn man die Grenze zwischen zwei beteiligten größeren Verkehrsverbünden überquert. Fährt man innerhalb eines Kreises, gelten die Tarifbestimmungen des befördernden Unternehmens.

Fahrkarten werden in der Regel beim Fahrer erworben. Dies gilt sowohl für Einzelfahrscheine als auch für Tageskarten und Gruppenkarten, mit denen man innerhalb des angegebenen Bereichs innerhalb eines Tages beliebig viele Fahrten unternehmen kann. Fahrkartenautomaten gibt es nicht. Vergünstigte Wochen- und Monatskarten können bei den Vorverkaufsstellen der Verkehrsgesellschaften erworben werden.

In der Stadt Flensburg gibt es zusätzlich preisgünstigere Fünferkarten, die an den meisten Kiosken und in gekennzeichneten Geschäften erworben werden können. Neben den Standard-Fünferstreifen gibt es noch günstigere Streifenkarten für Kinder und Rentner sowie für Fahrten im Zeitraum 9-12 und ab 19 Uhr sowie ganztägig an Sonn- und Feiertagen. Bahnreisende können für die Weiterfahrt mit dem Stadtbus beim Fahrer ein ermäßigtes „Bonbon” erwerben. Für Anschlussreisende von anderen Verkehrsgesellschaften gelten verschiedene Ermäßigungen, die beim Busfahrer zu erfragen sind.
Eine detaillierte Fahrplanauskunft ist über www.scout-sh.de, aber auch über www.bahn.de möglich. Regionale Übersichtspläne finden sich bei www.autokraft.de, weitere Auskünfte über www.nah-sh.de .

Ein Schnellbussystem befindet sich zurzeit im Aufbau. Im Landesteil Schleswig existieren zurzeit die Strecken Flensburg-Niebüll und Rendsburg-Eckernförde. Ferner gibt es einige überregionale Linien, die jedoch bei Bedarf an allen Haltestellen halten.

Öffentliche Personenbeförderung nördlich der Grenze

Innerhalb der Kommunen im ehemaligen Sønderjylland gilt ein einheitlicher Tarif für sämtliche Busse und Bahnen, unabhängig von der dienstleistenden Firma. In der Regel gilt eine Kommune in den Grenzen von 1970 als eine Zone. Sowohl innerhalb der Anfahrts- als auch innerhalb der Ankunftszone dürfen sämtliche Busse bis zum Erreichen des Ziels benutzt werden, auch die innerstädtischen Linien.

Es gibt verschiedene Vergünstigungen für Vielfahrer. Neben Wochen- und Monatskarten gibt es elektronische Zehnerkarten, die unbefristet gütig sind. Diese Karten werden nicht zwischen zwei bestimmten Orten, sondern für eine bestimmte Anzahl Zonen ausgestellt und können daher recht flexibel gehandhabt werden.

Besondere Tarifbestimmungen sind nur dann zu beachten, wenn man eine Amtsgrenze überquert. So sind nicht alle Mehrfachkarten amtsüberschreitend benutzbar. Ab 2007 soll die Verwaltung des öffentlichen Verkehrs von den Großregionen gewährleistet werden.

Regionalbusse haben in der Regel eine zweistellige Liniennummer, welche die Orientierung wesentlich erleichtert.  Zwischen den größeren Städten im Osten verkehren sie tagsüber meist im Stundentakt. Fahrplanauskunft ist über die Seite www.sydtrafik.dk zu erhalten.

Ergänzt wird das Busnetz durch Schnellbusse X-Bus http://www.xbus.dk/, wo es keine Bahnverbindungen gibt. Diese halten nur in den größeren Städten. Im Landesteil existieren die Verbindungen Sønderborg-Aabenraa-Haderslev-Kolding-Vejle und Sønderborg-Aabenraa-Rødekro-Ribe-Esbjerg. Für sie gelten die gleichen Tarife wie für Regionalbusse und Eisenbahnen.

Gütertransport südlich der Grenze

In Deutschland findet der Grütertransport vorwiegend auf der Staße, also per Lkw statt. Der Transport auf der Straße nimmt stetig zu und macht mittlerweile ca. 71% der gesamten Transportleitungen in Deutschland aus, gefolgt vom Schienenverkehr mit ca. 17% und der Binnenschiffahrt mit ca. 10%. Der Gütertransport per Flugzeug macht bisher nur gut 2% der Transportleistungen aus. Der Transport auf der Straße macht momentan nicht nur den größten Anteil aus, sondern hat zusätlich auch den größten Anstieg zu verzeichnen (z.B. 1991 auf 2006: 47%). Auch der Transport per Flugzeug ist, trotz seiner geringen Gesamtleistung, deutlich gestiegen, wohingegen der Transport per Schiene und Binnenschiffahrt relativ konstant ist.

Der nördlichste Umschlagsplatz für Waren liegt in Hamburg. Aber auch in Schleswig-Holstein hat sich die Logistikbranche im letzten Jahrzehnt entwickelt. Im grenznahen Gebiet gibt es auf deutscher Seite jedoch keinen Ballungsraum für das Transportgewerbe, wie Padborg in Dänemark.

 

Um die Vernetzung von Transportgesellschaften auch über die deutsch-dänische Grenze hinweg zu forcieren, wurde das Interreg 4A-Projekt „Cross Border Logistocs CB Log“ ins Leben gerufen. Projektpartner sind die Wirtschaftsförderungs- und Regionalentwicklungsgesellschaft 
Flensburg/Schleswig mbH (WiREG), die Fachhochschule Flensburg, der Udviklingsråd Sønderjylland und das dänische Wirtschaftsbildungscentrum Süd (EUC Syd).

Innerhalb Schleswig-Holsteins gibt es eine ähnliche Initiative: Logistikinitiative Schleswig-Holstein e.V.

Unter anderem zur Finanzierung von Straßenbaumaßnahmen und zur Reduzierung des Transportes auf der Straße (aus Umweltschutzgründen), wurde zum 01. Januar 2005 in Deutschland eine Lkw-Maut eingeführt. Da die ersten Regelungen zu keiner bedeutenden Reduzierung von Emissionen geführt haben, wurden die Regelungen im Jahre 2009 angepasst, um sie stärker für umweltpolitische Maßnahmen nutzen zu können.

Wichtige Quellen:

- Ministerium für Wissenschaft, Wirtschaft und Verkehr Schleswig-Holstein

- Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit

- Cross Border Logistics CB Log

Gütertransport nördlich der Grenze

Sønderjylland spielt eine wesentliche Rolle für den nationalen, und insbesondere auch den internationalen Transport von Gütern auf der Straße. Die Transportbranche wiederum hat entscheidende Bedeutung für den Arbeitsmarkt, gerade auch für den Bereich Padborg, wo ein großer Teil der Bevölkerung in diesem Sektor beschäftigt ist. 
Seit 1985 haben Transportaufgaben innerhalb der EU um etwa 60 % zugenommen. In Dänemark finden fast 130.000 Beschäftigte ihr Auskommen in der Transportbranche. Die heute häufigste Transportform in Dänemark ist der Transport per LKW- 91 % der Transporte werden auf diese Weise abgewickelt, während 8 % per Schiff und 1 % mit dem Zug transportiert werden. Die Gründe dafür sind in der großen Flexibilität der LKWs zu suchen.

Die Verbraucher erwarten täglich frische Waren in den Läden, und deshalb operiert man nicht nur mit sogenannten "full-loads", also Transporten mit voll beladenen Lastwagen von A nach B, sondern auch mit sogenannten "part-loads" - Transporten auf einzelnen Paletten, die in logistischen Knotenpunkten gesammelt und verteilt werden. Im Jahre 2005 wurden in Dänemark 190 Mio.t Güter verladen.

Die Globalisierung hat seit Anfang der 1980-er Jahre dazu geführt, dass mehr Waren in Dänemark angeboten werden. Besonders der Import von Konsumgütern ist kräftig angestiegen. Diese Entwicklung scheint sich jedoch umzukehren, da das Wachstum nicht unbegrenzt weiter gehen kann. Es entstanden sogenannte Flaschenhälse, die u.a. mit der Infrastruktur zusammenhängen. Lange Wartezeiten auf der Autobahn und Verkehrsstaus tragen zu einer Verteuerung der Transportpreise bei.

Auf dem Straßennetz finden die meisten internationalen Transporte von Dänemark aus statt. Dabei hat besonders der Ort Padborg eine wichtige Rolle gespielt. Mit dem Bau eines Bahnhofes in Padborg an der neuen Grenze im Jahre 1920 begann der Ort seinen Siegeszug als Dänemarks "Transportstadt". Der Bahnhof zog bald Transportfirmen an, die zunächst Pferdefuhrwerke, und später dann LKWs einsetzten. Viele der ursprünglichen Firmen existieren nicht mehr, oder sind mit größeren fusioniert, aber einige, wie beispielsweise die im Familienbesitz befindliche Transportfirma H.P. Therkelsen A/S, gibt es noch heute. 

Seit der Schengen-Vereinbarung aus dem Jahre 2001 gibt es an der dänischen Grenze keine Zollkontrollen mehr. Dadurch hat der Bereich Padborg/Kruså etwas von seiner Bedeutung verloren. Aber das Transportzentrum liegt noch immer hier, und eine Reihe von großen dänischen Exportfirmen wie Andreas Andresen A/S haben hier ihren Hauptsitz.

Die Branchenorganisation ITD (International Transport Danmark) www.itd.dk bietet dänischen Exportfirmen einen umfassenden Service an, beispielsweise bei Fragen zu europäischen Abgaben oder Kontrollbestimmungen, Ruhezeitregelungen oder auch praktische Ratschläge zum umweltbewussten Verhalten auf den Straßen.

Wichtige Quellen: 
Godstransport (Gütertransport), hrsg. vomDänischen Wirtschaftsministerium -Dänischen Verkehrsministerium und Dänischen Umweltministerium, Kopen¬hagen, September 2003 www.ebst.dk/Godstransport

International Landevejstransport 2006/2007 (Internationaler Straßentransport), hrsg. von International Transport Danmark 2006.

Strassen südlich der Grenze

Das schleswig-holsteinische Straßennetz umfasst insgesamt 9880 Kilometer. Diese fallen unter verschiedene Zuständigkeitsbereiche; so sind die Kreise für gut 4000 Kilometer, und somit für den größten Teil der Strecke, zuständig. Dazu kommen die Landesstraßen, die Bundesautobahnen sowie weitere Bundesstraßen, die meist wichtige Zubringer für die Autobahnen sind. Das größte Verkehrsauskommen findet sich jedoch nicht auf den Kreis-, sondern auf den Bundesstraßen. Generell ist Schleswig-Holstein, und damit auch der nördlichste Teil des Bundeslandes, gut vernetzt.

Der Landesteil Schleswig ist in seiner Verkehrpolitik abhängig vom zuständigen Ministerium i Kiel. Hierbei muss oft festgestellt werden, dass der nördliche Teil Schleswig-Holsteins keine hervorgehobene Aufmerksamkeit genießt. Für besondere Bauprojekte wie den Ausbau der Westküsten-Autobahn wird gekämpft, aber dies größtenteils vergeblich. Das Ministerium für Wissenschaft, Wirtschaft und Verkehr hat andere Prioritäten in seiner Verkehrplanung: Der Ausbau der Autobahn A 20 bei Lübeck und besonders dem Ausbau der festen Fehmarnbelt-Querung wird größerer Bedeutung beigemessen. Doch auch der Ausbau der Autobahn A7 ist in Planung, hierbei zuerst der südliche Teil zwischen Bordesholm und Neumünster-Nord, wo derzeit das Planfeststellungsverfahren läuft.

Die Bundesstraße B5, die so genannte Westküstenverbindung, sowie die A 23 Hamburg-Heide, sollen im Laufe der nächsten Jahre ebenfalls ausgebaut werden. Zwischen Hattstedt und Bredstedt wird eine Verlegung der Straßenführung stattfinden, die als besonders dringend eingestuft wird. Bis 2014 soll die Straße im Bereich Tönning-Husum dreispurig ausgebaut werden. Darüber hinaus ist geplant, Teilabschnitte zwischen Heide und der dänischen Grenze zu verbessern. Hierbei geht es primär um den Ausbau von kreuzungsfreien Knotenpunkten, dem so genannten Kreisverkehr.

Die Landesregierung unterstützt außerdem die Kreise mit rund 37 Millionen Euro jährlich beim Aus- oder Umbau ihrer Ortumgehungen. Beispielsweise soll Handewitt eine Ortsumgehung bekommen, wodurch die Leistungsfähigkeit der B 199 Richtung Westküste verbessert werden soll.

Strassen nördlich der Grenze

Das Straßen- und Wegenetz in Sønderjylland ist integrierter Teil der dänischen Infrastruktur. Seit der Wiedervereinigung in den 1920-er Jahren wurde am Ausbau der Straßenverbindungen in Sønderjylland gearbeitet, sowohl in Nord / Süd gehender Richtung (Verbindungen nach Deutschland), sowie in Ost / West Richtung. Die Karte über das übergeordnete staatliche Straßennetz zeigt die Ergebnisse.

Im Januar 2007 wurde Sønderjyllands Amt im Rahmen der Kommunalreform aufgelöst. Der nördlichste Teil des alten Herzogtums Schleswig gehört jetzt zur Region Syddanmark, zu der auch die Insel Fünen, sowie weitere ehemalige Kreise nördlich der Königsau zählen. Die Strukturreform hat auch eine wesentliche Bedeutung für die Infrastruktur, einschließlich des Straßen- und Wegenetzes des gesamten Landes.

Im Rahmen der Kommunalreform wurde die frühere Aufteilung des Straßennetzes auf drei Partner aufgelöst: Staat, Landkreise und Kommunen gaben die Verantwortung ab, da dem neuen „Zwischenglied“ – die „Region“ keine Verantwortung für die Verkehrsinfrastruktur zugesprochen wurden. Das öffentliche Wegenetz in Dänemark umfasst über 72.000 km. In Sønderjylland gingen etwas mehr als 2.000 km der ehemals vom Landkreis betreuten Straßen an den Staat über, während der weitaus größte Teil, 7.600 km, in die neuen Großkommunen überführt wurden.

Staatsstraße sind die übergeordneten Straßen, die allerdings nur etwa 5 % des gesamten öffentlichen Straßennetzes ausmachen. Da sie allerdings etwa 45 % des gesamten Verkehrs führen, darf ihre Bedeutung nicht unterschätzt werden. Einige der staatlichen Straßen spielen eine wichtige Rolle bei den Verbindungen zwischen Dänemark und dem Ausland. Wichtige europäische Straßenverbindungen werden als Europastraßen – E-Straßen - kategorisiert. Davon gibt es fünf in Dänemark - E 20, E 39, E 45, E 47 und E 55.

Früher zählte zu den staatlichen Straßen in Sønderjylland nur die Nord- / Süd verlaufende Autobahn E45 zwischen Kolding und Padborg / Flensburg. Im Rahmen der Strukturreform von 2007 wurden zahlreiche Kreisstraßen als staatliche Straßen neu klassifiziert. Dabei handelt es sich um die Verbindung zwischen Esbjerg und Tønder (Hauptstraße 11), die Querverbindung 24/47 zwischen Ribe und Haderslev, die Fernverkehrsstraße 25 zwischen Kolding und Tønder, sowie die Strecke zwischen Tønder und Nordborg / Als (Fernverkehrsstraße 8). Allerdings ist nur die E 45 eine Autobahn. Zum staatlichen Straßennetz gehören außerdem eine Reihe von Brücken und Tunneln. In Sønderjylland gehört dazu die Brücke über den Alssund.

Die erheblich zunehmende Verkehrsdichte der letzten Jahre zeigt sich auf allen Straßen in Sønderjylland sehr deutlich. Für die Bevölkerung in Sønderjylland sind Verkehrsstaus und Wartezeiten, besonders morgens und nachmittags, inzwischen ein tägliches Problem. Zahlreiche kommunale und staatliche Straßen sind verschlissen, und es besteht erheblicher Bedarf an einem gesteigerten politischen Interesse an der Infrastruktur. Das Straßennetz muss nicht nur instand gehalten, sondern grundlegend verbessert und ausgebaut werden.

Die Bevölkerung in Sønderjylland muss jedoch noch einige Zeit auf Verbesserungen warten. Die sogenannte Infrastrukturkommission, die eingesetzt wurde, um die Transportinfrastruktur in Dänemark zu untersuchen und Vorschläge für eine zukünftige Transportstruktur zu unterbreiten, enttäuschte viele in Sønderjylland, u.a. in Bezug auf den Ausbau der Autobahnverbindung von Esbjerg nach Süden. Aber der Bericht der Kommission vom Januar 2008 schlägt vor, die wesentlichsten Investitionen an den Verkehrsknotenpunkten im Großraum Kopenhagen und im Gebiet zwischen Århus und Vejle vorzunehmen.

Zwei Fokusbereiche des Infrastrukturberichtes sind allerdings für Sønderjylland von Bedeutung. Zum einen die allgemeine Empfehlung, dass eine effektive Anbindung aller Landesteile an die übergeordneten Transportkorridore und Verkehrsknotenpunkte „gewährleistet werden sollte“. Zum anderen die Empfehlung, dass „Dänemarks Tore zum Ausland als zentrale Teile in ein effektives Transportnetzwerk einbezogen werden müssen”. Es ist daher angebracht, sich mehr auf eine dänisch-deutsche Verkehrsvereinbarung zu konzentrieren, die der gesamten Grenzregion dienen wird. Mehrer Parlamentsmitglieder haben dies in einer Forderung nach Kooperation über die Grenze hinweg vorgebracht.

Seit 2010 wird eine Autobahnverbindung von Kliplev südlich von Aabenraa nach Sønderborg begbaut. Dieser Bau ist ein „OPP-Projekt“ (öffentlich-private-Partnerschaft).

Quellenangaben:
Andersen, Morten: Fra Region til Grænseregion. Regionaløkonomisk genopbygning og grænsepolitik i Slesvigregionen 1919-1933 (Von der Region zur Grenzregion. Regional-ökonomischer Wiederaufbau und Grenzpolitik im Bereich Schleswig ). Dissertation Syddansk Universitet 2006

Der Bericht der Infrastrukturkommission ist unter: www.infrastrukturkommission.dk zugänglich.

Region Syddanmark. Regional Udviklingsplan, Bilag 02: Infrastruktur (Regionaler Entwicklungsplan, Anlage 02: Infrastruktur). Forslag til vurdering af sammenhængen mellem regional udvikling og Infrastruktur (Vorschläge zur Beurteilung des Zusammenhangs zwischen regionaler Entwicklung und Infrastruktur). Vejle 2007

Statsvejnettet. Oversigt over tilstand og udvikling. (Staatliches Straßennetz. Übersicht über Zustand und Entwicklung) Rapport 329, hrsg. von Vejdirektoratet, Kopenhagen, Oktober 2007

Schienengebundener Verkehr südlich der Grenze

Hauptstrecken in Südschleswig sind die Westbahn Westerland-Niebüll-Husum-Hamburg, auf der zahlreiche Intercity-Züge verkehren, und die Ostbahn Padborg-Flensburg-Schleswig-Rendsburg-Neumünster-Hamburg mit einzelnen grenzüberschreitenden Fernverbindungen. Regionalzüge verbinden mit und ohne Umsteigen die Region auf beiden Strecken im Stundentakt mit Hamburg.

Der Osten des Landesteils wird durch die Strecke Flensburg-Eckernförde-Kiel ebenfalls im Stundentakt erschlossen. Die einzige Ost-West-Verbindung ist Husum-Jübek als Teil der Verbindung Husum-Kiel. Eine Wiederbelebung der 1981 stillgelegten Strecke Flensburg-Niebüll ist bislang noch nicht geglückt.

Weitere Nebenbahnen sind Husum-St. Peter-Ording und Niebüll-Dagebüll Fährhafen sowie der erst 2001 wieder eröffnete Abschnitt Niebüll-Süderlügum-Tondern der Westbahn, der den grenzüberschreitenden Verkehr im Westen gewährleistet. Viele andere Neben- und Kleinbahnen sind hingegen längst verschwunden.

Die Deutsche Bahn(DB) ist seit dem Zusammenschluss von Bundes- und Reichsbahn 1993 eine Aktiengesellschaft, deren Mehrheitseigner nach wie vor die Bundesrepublik Deutschland ist. Seit der Liberalisierung des Eisenbahnwesens wird die Bedienung der einzelnen Strecken alle zwei Jahre neu ausgeschrieben, so dass zahlreiche Verbindungen inzwischen von privaten Gesellschaften gefahren werden. Für den Fahrgast hat der Wechsel zwischen verschiedenen Gesellschaften jedoch nur wenig Einfluss, da das Preissystem einheitlich ist.

Bahnfahrkarten gelten in der Regel nur für die Strecke zwischen den angegebenen Bahnhöfen, doch können seit dem 1.4.2005 einheitliche Tickets für Bahn und Bus gekauft werden. Einige spezielle Sonderangebote wie das Schleswig-Holstein-Ticket und das Schönes-Wochenende-Ticket ermöglichen lange Fahrten zu günstige Preisen.

Auch gibt es teilweise erhebliche Preisnachlässe für Familien und Gruppen, die jeweils bei der Bahnauskunft zu erfragen sind. Für Vielfahrer gibt es Wochen- und Monatskarten, die allerdings auf einen festen Zeitraum begrenzt sind. Mit einer BahnCard kann man ein ganzes Jahr lang zum halben oder Dreiviertel-Preis in ganz Deutschland fahren. Preis- und Fahrplanauskunft erhält man am bequemsten über www.bahn.de.

In den meisten Zügen gibt es eine erste und eine zweite Klasse. Raucher-Abteile gibt es nicht mehr in allen Regionalzügen. Neuere Fernzüge der IC- oder ICE-Klasse haben in der zweiten Klasse in der Regel Steckdosen und Radioanschluss am Platz. Während in den neueren Zügen Großraumabteile üblich sind, gibt es in vielen älteren Wagen noch Sechserabteile.

Fahrräder können in den meisten Zügen mitgenommen werden. In Triebwagen können sie, soweit Platz vorhanden ist, in den Eingangsbereichen mitgenommen werden. In Fernzügen gibt es meist von außen gekennzeichnete spezielle Abteilungen. Fahrradkarten werden wie Personenfahrkarten gekauft. Fahrkarten im Nah- und Regionalverkehr (bis 180 km) werden kurz vor der Fahrt am Automaten gelöst.

Fahrkarten für den Fernverkehr, aber auch für grenzüberschreitende Verbindungen können teilweise ebenfalls am Automaten bezogen werden, ansonsten aber auch in den nur noch auf größeren Bahnhöfen vorhandenen DB-Reisezentren, in Reisebüros und per Internet, nachdem man sich als Benutzer angemeldet hat. Nachlösen ist in der Regel nur in Fernzügen und auch dann nur gegen Aufpreis möglich.

Schienengebundener Verkehr nördlich der Grenze

Die Hauptstrecke in Nordschleswig ist die Ostbahn Kolding-Vamdrup-Tinglev-Padborg-Grenze bzw. Tinglev-Sønderborg. Zwischen Sønderborg und Kopenhagen verkehren alle zwei Stunden Intercity-Züge nach Kopenhagen, die in Kolding und Middelfart Anschluss an Züge auf den Hauptstrecken in Jütland haben. Einzelne Intercities fahren auch nach Padborg und teilweise nach Flensburg und weiter nach Süden. Es gibt auch eine durchgehende ICE-Verbindung zwischen Kopenhagen und Berlin, die über Rødeby nach Puttgarden führt.

Da die Stichbahnen nach Haderslev und Aabenraa heute nur noch dem Museumsverkehr dienen, sind diese Städte nur per Bus von den Bahnhöfen Vojens und Rødekro zu erreichen. Die Westbahn verbindet Tønder mit Ribe, Bramming und Esbjerg. Seit einigen Jahren ist diese zur Nebenbahn reduzierte einstige Magistrale wieder grenzüberschreitend mit Niebüll verbunden. Sämtliche Klein- und Nebenbahnen sind spätestens seit Mitte der 1970er Jahre stillgelegt. Dadurch gibt es südlich der Hauptbahn Esbjerg-Kolding keine einzige Ost-West-Verbindung mehr, so dass man hier auf Busse angewiesen ist.

Träger des Eisenbahnwesens in Dänemark sind die Dänischen Staatseisenbahnen(DSB) sowie auf einigen Nebenstrecken private Verkehrgesellschaften. So wird die Westbahn von der Gesellschaft Arrivabetrieben. Das Fahrpreissystem ist jedoch einheitlich.

Bahnfahrkarten gelten in ganz Dänemark nicht nur für die eigentliche Bahnfahrt, sondern auch für die An- und Weiterfahrt mit dem Bus. Liegt der Start- bzw. Zielpunkt der Reise innerhalb derselben Zone wie der Ausgangs- bzw. Zielbahnhof, bleibt der Preis unverändert. Liegt der Start- oder Zielpunkt in einer anderen Zone, kann die Bahnfahrkarte auch von bzw. bis zu diesem ausgestellt werden. Man kann in Dänemark generell mit einer Fahrkarte fahren, egal wie viele verschiedene öffentliche Verkehrsträger man unterwegs benutzen muss.

Als eine Zone gilt in den meisten Fällen eine Kommune in den (noch) gültigen Grenzen von 1970. Für Vielfahrer gibt es neben den zeitlich gebundenen Wochen- und Monatskarten auch unbefristet gültige Zehnerkarten. Hinzu kommen saisonal wechselnde Sonderangebote im Fernverkehr, die gerade für längere Fahrten erhebliche Preisnachlässe mit sich führen können.

In der Regel gibt es eine zweite (Standard) und eine erste (Business) Klasse in den Fernzügen. In der zweiten Klasse gibt es Ruheabteile, Raucherabteile und Familienabteile mit Spielmöglichkeiten für Kinder. In den Intercity-Zügen hat jeder Platz eine 230 V-Steckdose, in den neuen IC4-Zügen auch Radioanschluss.

Einzelfahrscheine sind in der Regel am Automaten am Bahnsteig erhältlich. Mehrfachkarten und Sonderangebote erhält man in den Reisezentren, die an kleineren Bahnhöfen meist mit dem Kiosk verbunden sind. In Städten ohne eigenen Bahnhof wie Haderslev und Aabenraa sind sie am zentralen Omnibus-Bahnhof zu kaufen. Nachlösen im Zug ist nur mit Aufpreis möglich. Wer mit dem Bus zum Bahnhof fährt, kann seine Fahrkarte beim Fahrer erwerben, sofern die Strecke innerhalb der Tarifregion liegt.

Fahrräder können in den Vorräumen der Züge mitgenommen werden. Fahrradkarten können ebenso wie Personenfahrscheine erworben werden. Auch hier gibt es spezielle Rabattkarten für Vielfahrer.

Preis- und Fahrplanauskunft erhält man über www.dsb.dk. Hier ist es auch möglich, Fahrscheine in der „Netbutik“ elektronisch zu kaufen. Diese werden nach Wunsch entweder zugesandt oder an einer DSB-Verkaufsstelle zur Abholung vor Fahrtantritt bereitgelegt. Allerdings ist es bislang nur dann möglich, Fahrkarten für grenzüberschreitende Verbindungen auf diesem Weg zu kaufen, wenn der Zielpunkt südlich der Grenze direkt von einem dänischen Linienbus angefahren wird.

Auf der Homepage der DSB kann man Informationen auch auf Deutsch und Englisch abrufen. Bei der telefonischen Auskunft der DSB unter der Nummer (0045) 70 13 14 15 hängt es davon ab, ob ein deutschkundiger Mitarbeiter anwesend ist.

Der Seeweg südlich der Grenze

Der Großteil der Güter in den 30 Häfen des Landes Schleswig-Holstein wird an der Ostküste umgeschlagen. Grundsätzlich ist der Betrieb von Häfen eine Aufgabe der Städte und Kommunen, in denen die Häfen liegen, aber die Anlage der größten Häfen wurde mit staatlichen Mitteln gefördert. Die vier großen Häfen mit überregionaler Bedeutung (Lübeck, Brunsbüttel, Puttgarden und Kiel) liegen im südlichen Teil des Landes und stehen für über 90 % des gesamten Güterumschlags.

Die größte Gruppe der kommunalen Häfen werden von der Landesregierung als „bedeutende regionale Häfen“ bezeichnet, die Zuschüsse zur Infrastruktur erhalten können, wenn der Umsatz nicht fällt. Dabei handelt es sich um ein erhebliches Problem - der Umfang des küstennahen Seetransports nimmt seit der Osterweiterung der EU weiterhin ab.

Nord- und Ostsee sind durch den 99 km langen Nord-Ostsee-Kanal, eröffnet 1895, verbunden. Zwei Drittel der Strecke verlaufen durch den Kreis Rendsburg-Eckernförde. Der Kanal ist die am stärksten befahrene künstliche Wasserstraße der Welt. Jährlich passieren ihn etwa 50.000 Schiffe mit einem Tiefgang bis zu 9,5 m.
Dort, wo die nord-süd verlaufende Autobahn E45 und die Eisenbahn den Kanal kreuzen, liegt der bedeutenden Kreishafen Rendsburg, über den jährlich ca. 400.000 t verschiedene Massegüter umgeschlagen werden.

Mitten im Grenzland liegt der nördlichste deutsche Hafen Flensburg am Ende einer langen Förde der Ostsee mit Verkehrsanbindung an die Autobahn E45 und das Eisenbahnnetz. Flensburg zählt zu den regional bedeutenden Häfen, die fallenden Güterumschlag verzeichnen. Im Jahre 2009 wurde der Hafen von 323 Frachtschiffen angelaufen, der Güterumschlag über die 1.8 km Kaianlagen betrug 488.000 t. Die umfassende Passagierfahrt früherer Zeiten existiert seit dem Wegfall der Duty-free-Regelungen nicht mehr. Im Innenhafen wurden ein Museumshafen und eine Werft für ältere Schiffe angelegt. Zwei Mal im Jahr werden Wettfahrten für traditionelle Segelschiffe ausgeschrieben, die Rumregatta und die Apfelregatta. Im Außenhafen gibt es noch die Flensburger Schiffsbaugesellschaft mit 600 Mitarbeitern, die Hochseeschiffe bauen und sich dabei insbesondere auf RoRo-Schiffe spezialisiert haben.

An der Nordsee liegt der Hafen von Husum, ein historischer Hafen, der sich als ’Tor zur Welt der Halligen’ versteht. Das Passagieraufkommen liegt hier bei 1.644 Personen jährlich, der Güterumschlag betrug 2009 etwa 300.073 t. Die kleineren Häfen wie Eckernförde und Kappeln sind in erster Linie für die Fischerei, Fischmärkte und den Tourismus mit Sportboothäfen bekannt.

Der Seeweg nördlich der Grenze

In Sønderjylland gilt das dänische Hafengesetz, das die Rahmenbedingungen für den Betrieb von Handelshäfen beschreibt. Im Gesetz wird zwischen einigen wenigen Staatshäfen einerseits, und der Mehrheit der Häfen andererseits unterschieden, die entweder den wirtschaftlichen Betrieb als selbstständige, kommunale Häfen zum Ziel haben, oder die sich in einer nicht durch Wettbewerb geprägten Situation befinden, da der Güterumschlag weniger als 0,5 Mio. Tonnen beträgt. Die kleineren, nicht wettbewerbsfähigen Häfen werden aufgegeben, und ihre Flächen ändern ihren Charakter, indem sie städtischen Zwecken - wie z.B. Wohnen oder rekreativen Zwecken - zugeführt werden. 
Nördlich von Sønderjylland liegt Fredericia mit dem größten Hafen von Dänemark. In Sønderjylland liegen alle Häfen - mit einer Ausnahme – an der Ostküste. Die größten sind die beiden Häfen in der tiefen Förde von Aabenraa, die mit dem europäischen Autobahnnetz über die E 45 und dem Eisenbahnnetz verbunden sind.

Der kommunale, wirtschaftlich operierende Hafen von Aabenraa verfügt über drei Becken und die Kaianlage "Sønderjyllandskaj" mit insgesamt 2,2 km Kailänge und Wassertiefen von 4-11 Meter. Darüber hinaus gibt es eine Ro-Ro-Anlage mit einem 140 m langen Kaj und Vorplatz für 167 Anhänger. Es besteht eine Güterfährverbindung nach Klaipeda in Litauen. Eine Kooperation mit dem Landtransportterminal an der Autobahn in Padborg wird angestrebt.
Der Hafen kann von Schiffe mit einer Länge von bis zu 250 m anlaufen werden. Die Anzahl der anlaufenden Schiffe nimmt ab, 2004 waren es 447 Schiffe. Der Güterumschlag weist eine leicht steigende Tendenz auf, und betrug im Jahre 2006 ca. 1,7 Mio. Tonnen jährlich, in der Hauptsache Steine, Öl und Zement. Im Zusammenhang mit dem Hafen stehen kleinere Unternehmen. 
Auf der Südseite der Förde liegt der private Hafen des Kraftwerks "Enstedværket", der sich im Besitz von Elsam Kraft A/S befindet. "Enstedværket" ist ein Strom und Wärme produzierendes Kraft- /Heizwerk von 660 MW, bei dem Hafen handelt es sich um den Kohlentransithafen von Elsam. Von hier aus fahren Kohlenschuten zu den anderen Kraft- / Heizwerken in Dänemark. Der Kohlen- und Ölhafen von Enstedværket ist der größte in Nordeuropa mit einer Wassertiefe von 18 m, der von voll beladenen Tankschiffen bis zu 150.000 Tonnen und Kohlenschiffen mit Ladungen von bis zu 180.000 Tonnen angelaufen werden kann. Der Güterumschlag betrug 2006 5,7 Mio. Tonnen. 
Der Hafen von Haderslev hatte als Verkehrshafen eine regionale Bedeutung, hat aber aufgrund des verschärften Wettbewerbs keine Zukunft. Er liegt am Ende einer schmalen Förde und konnte von Schiffen mit bis zu 6.500 tdw angelaufen werden. Im Jahre 2006 verzeichneter er einen Güterumschlag von 6.000 Tonnen. In Zukunft werden die Hafenflächen in Wohngebiete umgewandelt werden. Auch der Hafen von Sønderborg gehört zu den kleineren Handelshäfen mit einem Umschlag von 69.000 Tonnen, und auch hier erfolgt eine Änderung hin zu städtischer Nutzung.
Darüber hinaus sollten einzelne Fähr- und Fischereihäfen von regionaler Bedeutung erwähnt werden. Dazu gehören Havneby auf der Insel Rømø mit Verbindungen nach List auf Sylt, und der Hafen von Mommark auf der Insel Als mit Fährverbindung nach Ærø.

Flughäfen südlich der Grenze

Im deutschen Teil der Grenzregion liegen ein Flughafen mit Linienflugverbindungen, der Flughafen auf der Insel Sylt.

Vom Flughafen Sylt aus bietet die lokale Gesellschaft Sylt-Air Linienflüge zu meh reren deutschen Städten an. Auch die Billigfluggesellschaften Hapag-Lloyd Express und Air Berlin fliegen saisonal von hier in mehrere deutsche Städte, wie auch die Lufthansa im Sommerflugplan 2006 Flüge nach Sylt wieder aufgenommen hat.

Von der Insel Hel goland aus werden andere Inseln im Wattenmeer und die Küstenstädte Bü sum und Bremerhaven angeflogen. Darüber hinaus gibt es einige lokale Flug plätze für Privatflugzeuge in Flens burg, Husum und auf den Inseln. Es be ste hen Pläne zum Ausbau des Militärflugplatzes Jagel bei Schleswig zu einem Zivilflughafen mit Tourismus- und Cargoverbindungen.

Der nächste internationale Flughafen südlich der Grenzregion ist Hamburg, ungefähr 1,5 Stunden Fahrzeit ent fernt. Wenn man mit dem Zug fährt, kann man in Neumünster in einen Schnellbus zum Flughafen wechseln. Seit 2008 ist der Flughafen durch einen direkten S-Bahn Anschluss mit dem Hamburger Hauptbahnhof ver bun den sein.

Flughäfen nördlich der Grenze

Auf der dänischen Seite ist der Flughafen von Sønderborg Sitz der regionalen Fluggesellschaft Cimber Air, die mehrfach täg lich Verbindungen zwischen Sønder borg und Kopenhagen anbietet ein wichtiger Flughafen. Cimber Air bedient darüber hinaus auch internationale Strecken von Ko­pen hagen und Bil lund aus.
Der Flughafen in Vojens bietet z.Zt. keine Linienflüge an, aber es be steht die Möglichkeit von Taxi- oder Cargoflügen. Der nächste internationale Flughafen nördlich der Grenzregion ist Billund. 

Infocenter

Informationen für Arbeitnehmer, Arbeitgeber und Behörden zu Steuer, sozialer Sicherung und Arbeitsmarkt auf: www.pendlerinfo.org

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