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Musikleben

Musikverbände und –gesellschaften südlich der Grenze

Der größte und wichtigste Musikverband im Land ist der Landesmusikrat Schleswig-Holstein e.V. mit Sitz in Kiel. Der Landesmusikrat ist der Dachverband aller landesweiten Musikverbände, Musikorganisationen und Musikinstitutionen in Schleswig-Holstein. Ihm gehören etwa 50 Vereinigungen mit ca. 150.000 Mitgliedern an. 
Ziel des Landesmusikrates ist es, die Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Bereichen des Musiklebens zu fördern und zu ihrer weiteren Entwicklung beizutragen. Dies geschieht insbesondere durch Veranstaltungen mit landesweitem Charakter wie Wettbewerbe, Kurse und Konzerte und die Förderung des musikalischen Nachwuchses. Darüber hinaus berät der Landesmusikrat staatliche, kommunale und andere öffentliche Institutionen und Gremien, wenn es um Fragen der Musikpflege geht. Ebenso regt er Kooperationen der Mitgliederorganisationen untereinander oder mit Verbänden anderer Länder und Staaten, insbesondere des Ostseeraumes an.
Der Landesmusikrat ist Träger und Initiator wichtiger Einrichtungen und Projekte, die das schleswig-holsteinische Musikleben entscheidend prägen. Hierzu gehören die Landesjugendensembles, LandesJugendOrchester, LandesJugendChor, LandesJugendJazzOrchester, die Wettbewerbe "Jugend musiziert", der LandesChorWettbewerb, auch „CHORALLE“ genannt, der Landeswettbewerb "Jazz it Up!" und die „Orchestrale“, der LandesOrchesterWettbewerb.  
Auch die Kurse des Landesmusikrats sind vielfältig und sehr bekannt: hierzu zählen die Deutsch-Dänische Blechbläserakademie, die einmal jährlich im Sommer stattfindet, der Landesferienkurs für Musik, der Jazzkurs „SommerJazz“, die Nordschleswigsche Musikwerkstatt(Sønderjyllands Musikstævne), der Nordland Kammermusikkurs, das Band- und Liedermacher-Förderforum „BULFF“ und die Bandfactory Schleswig-Holstein.  
Seit einigen Jahren beschäftigt sich der Landesmusikrat auch mit dem Thema „Musik und Schule“ und hat das Forum Musik und Bildung gegründet.
Der Musikerverband Schleswig-Holstein e.V.  ist ein weiterer Musikverein in Schleswig-Holstein. Er wurde 1962 gegründet und hat seinen Sitz in Bad Bramstedt. Der MVSH ist der Dachverband für über 150 Musikvereinigungen mit mehr als 200 Ensembles und damit der größte Instrumentalmusikverband im Lande. Ihm gehören über 10.000 Mitglieder an. Der MVSH ist der Fachverband für Blasorchester, Spielleutekorps, Fanfarenzüge und Bläserensembles. Er bietet Instrumentenlehrgänge, Fortbildungen, Bläserfreizeiten, Musikfeste, Musikwettbewerbe und vieles mehr an. 
Eine weitere größere Organisation ist der Sängerbund Schleswig-Holstein e.V., eine Chorgemeinschaft von rund 450 Chören mit ca. 15.000 aktiven Sängerinnen und Sängern in ganz unterschiedlichen Formationen. Die Geschäftsstelle des Sängerbundes befindet sich in Neuendorf bei Elmshorn. Mitglied im Sängerbund sind Kinderchöre, Jugendchöre, Schulchöre, Frauenchöre, Männerchöre, gemischte Chöre, Kirchenchöre, Gospelchöre, Jazzchöre, Popchöre und Shantychöre. Die Musikpalette reicht von Volksliedern über Folklore, weltliche und geistliche Chorwerke bis hin zu Opern, Operetten, Musicals, Jazz und Pop.
Darüber hinaus gibt es eine Vielzahl kleiner und größerer Musikvereinigungen, Verbände und Organisationen in Schleswig-Holstein.

Musikverbände und –gesellschaften nördlich der Grenze

In Sønderjylland spielt die freiwillige und vereinsbasierte Arbeit auch im Bereich Musik eine wichtige Rolle. Es gibt fünf Vereinigungen für klassische Musik. 
Aabenraa Kunst- og Musikforening ist, wie aus dem Namen hervorgeht, eine Fusion von zwei Vereinen. Mit seinen 260 Mitgliedern ist der Aabenraa Kunst- und Musikverband einer der größten seiner Art im Landesteil. 
Normalerweise führt Aabenraa Kunst- og Musikforening jährlich drei Kammerkonzerte und ein Kirchenkonzert durch. 
Abgesehen von den Kirchenkonzerten, die normalerweise gemeinsam mit der St. Nicolai Kirche durchgeführt werden, verfügt der Verein nicht über einen festen Konzertraum, sondern benutzt die Aulen der örtlichen Gymnasien.Außerdem werden Fahrten zu Opernaufführungen in größeren deutschen Städten arrangiert.
Sønderborg Musikforening veranstaltet etwa sechs Konzerte pro Jahr im Riddersalen (Rittersaal) des Schlosses Sønderborg. Sønderborg Musikforening arbeitet mit dem Verein der Musikfreunde in Flensburg zusammen. Dabei orientiert man sich, neben einer gemeinsamen Regelung des Eintritts, gegenseitig über das Programm der Saison und strebt an, Auftritte von Künstlern in Sønderborg und Flensburg zu koordinieren.
Nicht zuletzt haben die beiden Vereine gemeinsam mit den Minderheiten nördlich bzw. südlich der Grenze die ”Tysk-Dansk Forening af Musikvenner af 1998” (Deutsch-dänischer Verband der Musikfreunde von 1998) gegründet, der eine jährliche Musikreise veranstaltet.
Haderslev Musikforening führt jährlich 7 – 8 Konzerte durch. Die unterschiedlichen Aufführungen des Programms finden in der Regel im Festsaal des Seminars in Haderslev statt.
Midtlandets Musik- og Teaterforening führt jährlich 4 - 5 Konzerte durch, die alle im Musik- og Teaterhuset (Musik- und Theaterhaus) in Toftlund stattfinden.
Tønderegnens Musikforening führt 4-5 Konzerte pro Jahr durch, die meisten davon im Pumpehuset (Pumpenhaus), wo auch der neuangeschaffte Konzertflügel des Vereins steht. Die übrigen Konzerte finden in der Kristkirke oder im Sønderjyllands Kunstmuseum in Tønder statt.

„Singen bringt Farbe in den Alltag, belebt Körper und Geist und verbindet die Menschen untereinander.“ Das ist das Motto der Nordschleswigschen Musikvereinigung, die zurzeit rund 140 Sängerinnen und Sänger umfasst. Die Nordschleswigsche Musikvereinigung ist der wichtigste Musikverband im dänisch-deutschen Grenzland. In ihr haben sich vor fast einem Jahrhundert drei Chöre aus Apenrade, Tondern und Hadersleben zusammengeschlossen, um gemeinsam große Chorwerke aufzuführen. Jede Woche treffen sich montags die Chormitglieder in Apenrade, mittwochs im Hadersleben und donnerstags in Tondern zu einer intensiven Chorprobe unter Leitung ihres Dirigenten und Chorleiters Peter von der Osten. Einmal monatlich findet eine Gesamtprobe aller drei Chöre in Apenrade statt. Die Musikvereinigung wird aufgrund ihrer erfolgreichen Konzerte auch oftmals als »kulturelles Aushängeschild der deutschen Minderheit in Nordschleswig« bezeichnet, denn gerade in Grenzgebieten ist Singen ein die Kulturen und Menschen verbindendes Element.

Schleswig-Holsteinisches Sinfonieorchester

Das Schleswig-Holsteinische Sinfonieorchester ist Teil des Schleswig-Holsteinischen Landestheaters und Sinfonieorchesters, der größten Landesbühne in Deutschland, mit Sitz in Schleswig, Flensburg und Rendsburg. Darüber hinaus gibt es Spielstätten an der Westküste und im mittleren Teil des Landes in den Orten Niebüll, Leck, Husum, Friedrichstadt, St. Peter-Ording, Heide, Meldorf, Neumünster und Itzehoe. Das Programm des Landestheaters setzt sich zusammen aus den fünf Bereichen Musiktheater, Ballett, Schauspiel, Konzerte und Puppentheater.
 
Das Schleswig-Holsteinische Sinfonieorchester bietet Sinfoniekonzerte, Kammerkonzerte mit Solisten des Orchesters, Sommerkonzerte, Kinder- und Jugendkonzerte sowie Meisterkonzerte in Zusammenarbeit mit dem Verein der Musikfreunde e.V. Flensburg. Zudem bespielt es die örtlichen Musiktheater.
Auch mit dem Sinfonieorchester Sønderjylland werden gemeinsam Konzerte aufgeführt.

Außerdem arbeitet das Orchester mit dem philharmonischen Chor Sønderborg, dem Flensburger Bach-Chor, dem Opernchor des Landestheaters und dem symphonischen Chor Hamburg zusammen.

Im Orchester spielen über 60 fest angestellte Musiker.

Zur Geschichte:
1920 gründete die Stadt Flensburg aus 40 qualifizierten Musikern der aus dem 
1. Weltkrieg zurückgekehrten Militärmusikregimenter das „Flensburger Städtische Orchester“. Es entwickelte sich zu einem leistungsfähigen Klangkörper, der in den Sinfoniekonzerten große romantische Literatur (Wagner, Liszt, Strauss, Berlioz) spielte und daneben auch Volkskonzerte (Walzer, Märsche, Operettenmelodien) und Kammerkonzerte gab. Nach und nach konzertierte das Orchester auch in anderen Städten im Norden Schleswig-Holsteins und übernahm zusätzlich die Musik im Stadttheater. 1923 hat der Musikdirektor Klaus Barth sein Amt angetreten, der das Programm des Orchesters um sieben jährliche „Volksbildungskonzerte“ erneuert hat, wo der Dirigent die Werke für das Publikum erklärte. 1933 wurde Barth aber von den Nazis abgesetzt wegen seinem Engagement für moderne „entartete“ Musik.
Kurz vor dem 2. Weltkrieg wurde das  „Städtische Orchester Flensburg“ in „Grenzland-Orchester“ umbenannt. 
Nach Kriegsende gab die britische Militärregierung den Auftrag, ein „Flensburg Municipal Orchestra“ zu gründen.
1950 wurde aus finanziellen Gründen die Auflösung des Orchesters beschlossen. Ein neu gegründeter Zweckverband sorgte für den Erhalt des Ensembles, das von nun an den Namen „Nordmark-Sinfonie-Orchester“ trug. Das Orchester wirkte weit über die Landesgrenzen hinaus, gab Gastspiele in Kopenhagen und Malmö. Der damalige Generalmusikdirektor Heinrich Steiner initiierte Gemeinschaftskonzerte mit dem Sønderjyllands Simfoniorkester, die zu Höhepunkten der Saison und zu einer bis heute gepflegten Tradition wurden. Zu dieser Zeit hat das Orchester auch als Kurorchester in Westerland auf Sylt gewirkt.

1974 wurde aus Gründen der Rationalisierung und Kostensenkung aus den bis dahin selbstständigen Theatern Flensburg, Rendsburg und Schleswig die Schleswig-Holsteinische Landestheater und Sinfonieorchester GmbH gegründet, in die das Nordmark-Sinfonie-Orchester eingegliedert wurde. Sitz des Musiktheaters; Balletts und Orchesters ist seitdem weiterhin Flensburg. Intendanz, Verwaltung und Dramaturgie sowie ein Teil des Schauspiels wurden in Schleswig untergebracht.

Seit August 2007 ist Mihkel Kütson neuer Generalmusikdirektor des Schleswig-Holsteinischen Sinfonieorchesters und des Theaters. Der 1971 in Tallin (Estland) geborene Dirigent war zuletzt am Opernhaus Hannover engagiert. Für seine ersten Spielzeiten als Orchesterchef hat er ein Konzertprogramm entwickelt, das bekannte Werke mit vergessenen oder noch nicht so vertrauten Werken geschickt kombiniert. “Musik von geheimnisvollem Geist und Wesen” ist sein Motto. Im Musiktheater ist er der musikalische Leiter der Inszenierungen von Alban Bergs „Wozzeck“, Jacques Offenbachs „Hoffmanns Erzählungen“ und Mozarts „Don Giovanni“.

Sønderjyllands Symfoniorkester

Das Symphonieorchester Sønderjylland ist ein Landesteilorchester, das auch Tourneen unternimmt. Auf der Homepage http://www.sdjsymfoni.dk/ finden sich Informationen über die Veran stal tungen des Orchesters, und es können direkt Karten bestellt werden. Außer dem können Karten u.a. über www.Billetnet.dk bestellt werden. Die Veranstaltungen werden auch im Kulturguide www.kultunaut.dk angezeigt.  

„Sønderjyllands Symfoniorkester“ wurde 1963 gegründet und gibt Konzerte im gesamten südlichen Jütland und in Südschleswig. Gemäß seinem gesetzlichen Auftrag wirkt es bei der Förderung des musikalischen Lebens im Landesteil mit. Nördlich der Grenze spielt das Orchester normalerweise in Idrætshøjskolen in Sønderborg, der Sønderjyllandshalle in Aabenraa, in Harmonien in Haderslev und Tønderhallen in Tønder. Südlich der Grenze gibt es u.a. Konzerte im Deutschen Haus und der Sporthalle in Flensburg.

Das Orchester zählt 66 fest angestellte Musiker, die jährlich etwa 160 Veran staltungen durchführen. Dazu gehören Symphoniekonzerte, Konzerte in Kir chen, Schulen, Gymnasien, Pflegeheimen, sowie Konzerte für Familien, Kon zert aufnahmen und Konzerte mit lokalen Amateurchören.

Auch mit dem Schleswig-Holsteinischen Sinfonieorchester werden gemeinsame Konzerte durchgeführt. Dabei handelt es sich um umfassende Werke, deren Auf führung eine größere Besetzung erfordert, über die die einzelnen Orchester nicht verfügen. Dadurch können die Orchester beispielsweise einige der spät romantischen Werke aufführen, für die es sonst keine Gelegenheit gäbe. In den letzten Jahren wurden u.a. Werke von Anton Webern, Richard Strauss, Bruckner, Mahler, Vaughan Williams, Berlioz, Stravinski und Liszt im Rahmen der gemeinsamen Konzerte angeboten.

„Sønderjyllands Symfoniorkester“ ist auch für seine Schulkonzerte bekannt, die jedes Jahr gemeinsam mit allen Schülern der vierten Jahrgangsstufe aus der gesamten Region Südjütland abgehalten werden.

Auch Konzerte mit Gymnasienchören aus der gesamten Region finden statt. Darüber hinaus spielt „Sønderjyllands Symfoniorkester“ auch zu den Vorstellungen von Den Jyske Opera im Landesteil. Tourneen haben das Orchester in die Schweiz, nach Frankreich, Deutschland und auf die Färöer geführt.

Die Musiker des Orchesters haben ihr eigenes kleines Ensemble ProMusica, das sich der Kammermusik verschrieben hat. Es werden jährlich vier bis fünf kostenlose Kon zerte im Musikhaus in Sønderborg durchgeführt. 

Das Symphonieorchester nimmt u.a. für die Gesellschaften Danacord und dacapo CDs auf. Bei Dacapo ist kürzlich eine CD mit dem fünf Klavierkonzerten von Prokofiev erschienen, die Anerkennung in der internationalen Musikpresse hervorgerufen hat. 

Die Geschichte des Orchesters reicht bis in das Jahr 1936 zurück, als der Or ga nist Haakon Elmer die Leitung eines damaligen Streicherorchesters übernahm, das 1941 zu „Sønderborg Symfoniske Orkester“ umgestaltet, und 1963 zum Landesteilorchester wurde. Von 1965 - 1980 war Carl von Garaguly Chef diri gent und künstlerische Leiter des Orchesters.

Im Herbst 2006 hat ”Sønderjyllands Symfoniorkester” eine neue Spielstätte im neuen Konzertsaal im Alsion-Komplex am Hafen in Sønderborg bezogen. Architektonisch und akustisch hat der neue Konzertsaal internationales Niveau. Der Saal wurde speziell für symphonische Musik eingerichtet und bietet 1000 Sitzplätze. Auch die Übungsräume, Büros usw. des Orchesters wurden damit verbessert.

Musikschulen südlich der Grenze

Für eine Musikausbildung sind in Deutschland und Schleswig-Holstein zahlreiche unterschiedliche Ausbildungsstätten vorhanden: So gibt es sowohl staatliche Bildungs- und Ausbildungsinstitutionen als auch Ausbildungsstätten in der Trägerschaft von Vereinen, Verbänden und anderen Organisationen wie Kirchen oder auf privater Basis. Eine konkrete Zuordnung des Angebots wie auch der Ausbildungsmöglichkeiten ist kaum möglich, da in diesem Bereich keine eindeutig definierte Begrifflichkeit vorliegt, auch sind die Grenzen zwischen allgemein bildender, vorberuflicher und beruflicher (Aus-)Bildung fließend.

Neben dem Angebot an den allgemeinen Schulen bieten auch die Volkshoch- oder Privatmusikschulen ein vielfältiges Kurs- und Veranstaltungsangebot im musikalischen Bereich für die Allgemeinheit an.

Musikschulen im VdM (Verband deutscher Musikschulen; in Schleswig-Holstein ist der Verbandssitz in Rendsburg), haben ebenfalls ein breites und sehr qualifiziertes Angebot. Sie haben teilweise Schwerpunkte, die individuell ausgesucht werden können wie z.B. spezialisierte Schulen für Jazz, Rock und Pop, für einzelne Instrumente oder Instrumenten-Gruppen. Auf der Internetseite des VdM SH kann man auch regional nach Schulen suchen. Zudem bietet der VdM Studienvorbereitenden Ausbildungen sowie Musik- und Ferienkurse für Kinder, Jugendliche und Erwachsene an, hält ein Fortbildungsangebot für Musik-Lehrkräfte vor und bietet auf seiner Internetseite einen Stellenmarkt für Musiker.

www.musikschulen-sh.de/ (VdM SH)

In Flensburg, Schleswig und Husum gibt es Musikschulen mit umfangreichem Angebot. So reicht dieses in Flensburg zum Beispiel vom Instrumentalunterricht in allen gängigen Musikinstrumenten im Gruppen- bzw. Einzelunterricht über Gesangsausbildung, Ballettunterricht, Musiktheorie usw. bis hin zu diversen Orchestern und Bands.

Musikschulen nördlich der Grenze

Musikschulen bieten Unterricht für Kinder und Jugendliche ab dem sechsten Lebensjahr an.
Grundlegend wird Einzelunterricht angeboten, der durch gemeinsames Musizieren ergänzt wird. Dazu kommen eine Reihe von anderen Angeboten, die gemeinsam in einer Zusammenarbeit zwischen den Musikschulen der einzelnen Kommunen arrangiert werden.
Der Unterricht wird von an Musikkonservatorien ausgebildeten Musikern und Pädagogen oder anderen mit entsprechenden Qualifikationen wahrgenommen.
Organisation
Die Musikschulen sind ein Angebot für alle Jugendliche. Der Unterricht erfolgt für die jüngsten Schüler in den örtlichen Schulen, während die Musikhäuser den Unterricht für die übrigen Schüler anbieten, genau wie das gemeinsame Musizieren und die normalerweise dort stattfindenden Konzerte.
In den Musikschulen der Abenraa Kommune, Haderslev Kommune, Sønderborg Kommune und Tønder Kommune, die auch in dem Verband „De Samvirkende Sønderjyske Musikskoler (SSM)“ (Zusammenarbeitende Musikschulen in Sønderjylland) zusammengeschlossen sind, wird es etwa 5.000 Teilnehmer geben. Der Verband SSM organisiert u.a. weiterführende Unterrichtangebote wie Musiktreffen, Thementage und Konzerte.
Finanzierung
Die Aufwendungen für den Betrieb der Musikschulen werden durch kommunale (55%) und staatliche (15%) Zuschüsse gedeckt, sowie durch Eigenbeiträge der Schüler (30%). Einzelne Schulen werden auch durch Fonds, Unterstützungsvereine oder die örtliche Wirtschaft mit Zuschüssen unterstützt.
Zusammenarbeit über die Grenze 
Die grenzüberschreitende Zusammenarbeit befindet sich noch im Entwicklungsstadium. Bei Initiativen wie der dänisch-deutschen Bläserakademie auf Rømø handelt es sich um eine jährliche Veranstaltung, bei der sich dänische und deutsche Schüler usw. von Musikschulen während einer Woche in den Sommerferien zum gemeinsamen Musizieren treffen. 
MGK
In Vojens findet man den auf dem Unterricht der Musikschulen aufbauenden, weiterführenden Musikalsk Grundkursus, MGK (Musikalischer Grundkursus). Hier werden Schüler im Alter zwischen 14 und 25 Jahren unterrichtet. Der Unterricht im MGK kann die Schüler auf ein Studium an den Musikkonservatorien vorbereiten, oder auch nur zu einer weiteren Entwicklung ihrer Fähigkeiten führen. Der MGK will auch das musikalische Milieu vor Ort stimulieren.

Bei dem MGK an der Kommunalen Musikschule in Vojens (Vojens Kommunale Musikskole) handelt es sich um eine staatlich anerkannte Ausbildung, die von der Kunstverwaltung finanziert wird.

MGK ist ein kostenloses Unterrichtsangebot für Jugendliche zwischen 14 und 25 Jahren. Der musikalische Grundkursus erstreckt sich normalerweise über 3 Jahre mit etwa 10 Wochenstunden Unterricht. Jährlich werden 10 - 12 Schüler aufgenommen.
 
Die Ausbildung ist sowohl allgemein bildend, wie auch eine besondere Vorbereitung auf weiterführende Ausbildungen.
Der Unterricht umfasst eine Reihe von theoretischen und praktischen Fächern. Es wird besonderer Wert auf die Fähigkeit des einzelnen Schülers gelegt, sich kreativ auszudrücken – sowohl mit dem Hauptinstrument (Hauptfach, gemeinsames Musizieren), wie auch auf dem Klavier bzw. einem weiteren Instrument. 
Darüber hinaus werden auch die körperlichen Ausdrucksmöglichkeiten der Schüler gefördert und stimuliert. Der Unterricht umfasst auch Wochenendkurse und Workshops.
 
Bei der Zurechtlegung des Unterrichts werden auch andere Ausbildungen oder Berufe der Schüler und die Transportmöglichkeiten zur Schule berücksichtig.

Für alle Fächer besteht Anwesenheitspflicht, und der Unterricht setzt tägliches Üben und Vorbereiten voraus. Einige Schüler kombinieren den MGK mit einer 4-jährigen gymnasialen Ausbildung.
 
Jedes Jahr werden Prüfungen durchgeführt, deren zufrieden stellendes Bestehen Voraussetzung für den weiteren Besuch ist. Der Musikalische Grundkursus wird mit einem Examen abgeschlossen, das den Aufnahmekriterien für die Musikkonservatorien entspricht.

Amateurorchester und Spielmannszüge südlich der Grenze

In ganz Schleswig-Holstein und auch in der dänischen Grenzregion gibt es zahlreiche Amateurorchester, Spielmannszüge und Musikensembles jeder Art, die das Musikleben im Land bereichern. Zu den mehr oder weniger fest organisierten Gruppen kommen noch zahlreiche kleine Bands und Musiker hinzu, die nicht offiziell registriert sind. Beispiele für einige Amateurorchester im nördlichen Schleswig-Holstein sind die Schleswiger Husaren, die Flensburger Stadtbläser und das Flensburger Akkordeon Orchester.
Zu den Spielmannszügen im nördlichen Schleswig-Holstein gehören unter anderem der Freie Fanfarenzug Niebüll, der Spielmanns- und Fanfarenzug Satrup, der Spielmanns- und Fanfarenzug Jübek, das Musikkorps Rendsburg, der Schleswiger Spielmannszug und der Spielmannszug der Freien Turnerschaft Harrislee.
Auch im Landesfeuerwehrverband Schleswig-Holstein sind 155 Musikzüge und Orchester mit ca. 3.000 - 4.000 Musikern organisiert. Der Verband hat ein eigenes Referat für das Musikwesen, bildet Musikerinnen und Musiker aus, stellt den Landesmusikzug der Feuerwehr, veranstaltet Festivals der Feuerwehrmusik und vieles mehr.
Die Geschichte der Spielmannszüge geht zurück bis ins 8. Jahrhundert, als das Wort Spielmann zum 1. Mal verwendet wurde. Aufzeichnungen aus dem 13. Jahrhundert ist zu entnehmen, dass Flöte und Trommel gemeinsam gespielt wurden. Horn-, Flöten- und Trompetensignale sind schon frühzeitig aus dem Militärwesen bekannt. Bis zum 19. Jahrhundert gab es Fanfaren- und Spielmannszüge vor allem im militärischen Bereich.
Mit den aufkommenden Turnfesten im 20. Jahrhundert und den damit verbundenen Festumzügen kam die Spielmannsmusik zum Turnen. Sie entwickelte sich vom militärischen Ursprung der Marschunterstützung hin zum konzertanten Musizieren.
Spielmannszüge können zu verschiedenen Gruppen, z.B. zu Schützenvereinen, Feuerwehren, Karnevalsvereinen, Turnvereinen und anderen Verbänden gehören.

Amateurorchester und Spielmannszüge nördlich der Grenze

In Sønderjylland gibt es zahlreiche Orchester, Bands, sowie mehr oder weniger fest organisierte Gruppen von Musikern. Im Jahre 2006 gab es 115 registrierte Orchester. Dazu kommen noch die zahlreichen kleineren Bands und Ensembles, die nicht offiziell registriert sind.

Amateurorchester
Zur Zeit gibt es in Sønderjylland zwei Orchester mit dem offiziellen Status „Amts-Amateurorchester“. Dies ermöglicht es den Orchestern, professionelle Hilfe bei der Regie zu erhalten. Bei den beiden Orchestern handelt es sich um „Sønderjyllands Amatør Symfoniorkester (SASO)“ und „Jomfru Fannys BigBand“.

SASO existiert seit 1963. Es soll Amateurmusikern aus Syd- und Sønderjylland und Südschleswig die Möglichkeit eröffnen, symphonische Musik und andere Orchesterwerke zu spielen. Außerdem ist SASO auch eine Orchesterschule für Schüler des MGK (Musikalischer Grundkurs) und der kommunalen Musikschulen in Sønderjylland.
Es besteht großes Interesse an den Aktivitäten des Orchesters – man kann sozusagen immer mit „vollem Orchester“ arbeiten. Ein erheblicher Teil der Mitglieder des Orchesters wohnt südlich der Grenze. Dies hat dazu beigetragen, dass gelegentlich Konzerte in Südschleswig durchgeführt werden.

Jomfru Fannys Bigband wurde 1989 gegründet. Die Bigband übt in Aabenraa, zu ihren Mitgliedern zählt eine Reihe von erfahrenen (männlichen und weiblichen) Musikern aus dem gesamten Sønderjylland. Bei Jomfru Fannys Bigband handelt es sich um ein komplettes, sehr gut funktionierendes Orchester, das ein breites Repertoire aus den Bereichen Mainstream-Jazz, Bluse und Swing spielt. 
Jomfru Fannys Bigband engagiert sich auch in der Förderung des musikalischen Nachwuchses, u.a. indem man Schulkonzerte gibt, um so Schülern Einblicke in die Welt der Instrumente und der Orchester zu gewähren.
Die Bigband, die regelmäßig Konzerte gibt, kooperiert auch mit der Bigband der Universität Flensburg. Ein Schwerpunkt ist die Zusammenarbeit mit Chören für Erwachsene und Kinder.

Im Jahre 1999 wurde das Blasorchester Sønderjysk Concert Band gegründet, ein Orchester für Holz- und Messingbläser. Sønderjysk Concert Band hat in den letzten Jahren Wochenendtreffen arrangiert, auf denen sich Teilnehmer aus anderen Landesteilen und aus Deutschland begegneten.

Daneben gibt es noch zahlreiche andere Blasorchester, die u.a. aus dem Umfeld von Feuerwehrorchestern und dem Pfadfinderverband FDF hervorgegangen sind. Oft sind diese Orchester in dem landesweiten Dansk Amatør Orkesterforbund - DAO / Verband dänischer Amateurorchester organisiert. 
Garden
Auch der als „Garde“ bezeichnete besondere Typ von Orchestern ist in Sønderjylland reichhaltig vertreten. Eine Garde besteht in der Regel aus einem Trommler- / Flötenkorps und einem Messingbläser- oder Blasorchester von unterschiedlicher Zusammensetzung und Größe. Die Garden wirken oft bei Aufzügen und Paraden mit, beispielsweise bei Stadtfesten u.ä. Garden sind vergleichbar mit deutschen Spielmannszügen.

In Sønderjylland gibt es Den Sønderjyske Garde in Aabenraa, Gråsten Garden, Sønderborg Garden, Den Sønderjyske Pigegarde in Rødding und die Garde in Haderslev.

Kirchenmusik südlich der Grenze

Die Kirchenmusik hat im musikalischen Leben Schleswig-Holsteins einen sehr hohen Stellenwert. Das Angebot ist überaus vielfältig und geht über die reine Gottesdienstgestaltung weit hinaus.

Die Nordelbische Evangelisch-Lutherische Kirche hat unter www.kirchenmusik-nordelbien.de einen umfangreichen Veranstaltungskalender, der für alle Regionen im nördlichsten Bundesland Kirchenmusikveranstaltungen anzeigt. Hier gibt es unter verschiedenen Suchworten, die von Bläsermusik über Chormusik bis hin zu Orgelmusik, Oratorium und Solo reichen, Musikformen und musikalische Veranstaltungen für jeden Geschmack. Unter dem Stichwort Gospelveranstaltungen gibt es einen eigenen Chorkalender für Gospelmusik. 
Die Nordelbische Kirche hat einen eigenen Landeskirchenmusikdirektor und ein Amt für Kirchenmusik, beides mit Sitz in Hamburg.
Auch die katholische Kirche veranstaltet unter dem Dach des Erzbistums Hamburg in Schleswig-Holstein Konzerte, Orgelmusik, Adventssingen und andere musikalische Darbietungen. Spielstätten sind unter anderem Schleswig, Kappeln, Lübeck, Plön und Bad Segeberg.
Nahezu alle Kirchen in den größeren und auch kleineren Gemeinden im Norden des Landes bieten musikalische Gottesdienste, Chormusik, Orgelkonzerte, Gospelveranstaltungen, in der Weihnachtszeit traditionelles Adventssingen, das Weihnachtsoratorium und vieles mehr. Vielfältig ist auch das musikalische Angebot für Kinder und Jugendliche.

Im Grenzgebiet Deutschland-Dänemark ist auf der deutschen Seite vor allem die Kirche St. Nikolai zu Flensburg am Südermarkt bekannt. Auch der St. Petri Dom zu Schleswig und die Nikolaikirche Kappeln sind beliebte und viel genutzte Spielstätten.
Kirchen bieten einen Rahmen, in dem Kirchenmusikerinnen und Kirchenmusiker in kontinuierlicher Arbeit Laien an die Musik heranführen und mit Chören und Instrumentalgruppen oder auswärtigen Künstlerinnen und Künstlern Konzerte veranstalten. Das reiche kirchenmusikalische Repertoire an Oratorien, Messen, Passionen und Orgelwerken, besonders aber die norddeutsche Barock-Tradition und das Werk moderner Komponisten kommen hier zum Tragen. 
Kirchen und Kirchenräume sind in Schleswig-Holstein, dort, wo es nicht so sehr viele Konzertstätten gibt, zentrale musikalische Veranstaltungsorte. Sie bieten Instrumentalistinnen und Instrumentalisten sowie Sängerinnen und Sängern weite Wirkungsmöglichkeiten und dem musikalischen Nachwuchs oft wichtige erste Profilierungschancen. Darüber hinaus sind einige der Kirchen auch Spielstätten bedeutender Veranstaltungen,  wie des Schleswig-Holstein Musik Festivals.
In den letzten Jahren ist ein neues kirchenmusikalisches Ereignis in der Grenzregion hinzugekommen: das Orgelfestival Sønderjylland-Schleswig.  Das Orgelfestival ist eine Initiative des Arbeitskreises Orgelfestival Sønderjylland-Schleswig in Kooperation mit verschiedenen Partnern.  
Auf der deutschen Seite findet es unter anderem in den Kirchen St. Nikolai zu Flensburg, St. Marien in Rendsburg oder in der Christuskirche Flensburg-Mürwik statt.
Eine Kirchenmusikschule gibt es in Schleswig-Holstein nicht. Die Kirchenmusik ist Teil der Ausbildung der musikwissenschaftlichen Institute der Universitäten.

Kirchenmusik nördlich der Grenze

Sønderjylland bietet ein reichhaltiges kirchenmusikalisches Angebot. Neben der musikalischen Begleitung von Gottesdiensten und kirchlichen Handlungen ver anstalten Organisten des Landesteils oft auch Kirchenkonzerte im Rahmen ihrer dienstlichen Verpflichtungen. In den Kirchen der größeren Städte, die über an den Musikkonservatorien ausgebildete Organisten verfügen, gibt es ein vielfältiges Angebot von Kirchenkonzerten. In der Kathedrale von Haderslev und den anderen großen Kirchen finden daher oft Konzerte statt. Auch in den Kirchen von Løgumkloster Kirke und Møgeltønder werden wegen der einzigartigen Orgeln und der hervorragenden Akustik oft bedeutende Konzerte abgehalten. Die Homepage der Kirche in Møgletønder www.moegeltoender-kirke.dk enthält einen Link zu einem Hörbei­spiel der Orgel. Im Sommer werden auch in der Kirche von Rømø Konzerte durchgeführt, nicht zuletzt zur Freude der zahlreichen ausländischen Touristen.

Einen wichtigen Platz innerhalb der kirchlichen Musik in größeren und kleineren Kirchen nehmen auch die Chöre ein. Viele der Kirchenchöre sind Mitglieder des Vereins der kirchlichen Jugendchöre FUK (Folkekirkens Ungdoms Kor). Auch dabei spielt die Kathedrale von Haderslev und ihre Kantorei eine führende Rol le.

Charakteristisch für den Landesteil ist auch die hohe Qualität der vorhandenen Orgeln. Dies liegt nicht zuletzt daran, dass drei der führenden Orgelbauer aus dem Landesteil kommen. Die älteste und größte Firma – Marcussen & Søn – konnte im Herbst 2006 ihr 200-jähriges Firmenjubiläum feiern.

Kirchenmusikschulen
Die Kirchenmusik im Landesteil wird auch dadurch geprägt, dass die erste Schule für Kirchenmusik des Landes, Løgumkloster Kirkemusikskole / Kirchenmusikschule Løgumkloster, hier 1979 gegründet wurde. Dies hat in erheblichem Maße dazu beigetragen, das Qualitätsniveau auch in den kleineren Kirchen anzuheben.

Angeschlossen an die Kirchenmusikschule ist auch Die skandinavische Carilloneurschule, eine der vier Einrichtungen dieser Art in der Welt. Der Unterricht erfolgt in eigenen Räumen auf Übungsklaviaturen und auf dem Glockenspiel von König Frederik IX. in Løgumkloster, sowie auf einem transportablen Glockenspiel, das auch bei Konzerten im gesamten Land und im Landesteil eingesetzt wird.

An der Kirchenmusikschule werden auch Meisterkurse abgehalten, bei denen weltbekannte Namen als Gastlehrer auftreten. Diese geben dann oft auch Kon zerte auf den wichtigen Orgeln im Landesteil.

Darüber hinaus biete die Heimvolkshochschule Løgumkloster zwei- bis dreimal pro Jahr Kirchenmusikkurse an, die von Teilnehmern aus dem ganzen Land besucht werden. Viel der Teilnehmer benutzen diese Kurse als Vorbereitung zur Aufnahme in der Kirchenmusikschule Løgumkloster.

Kirchenmusik über die Grenze hinweg
In den letzten Jahren ist eine neue grenzüberschreitende Initiative zu ver­zeichnen gewesen - das Orgelfestival Sønderjylland - Schleswig. Diese Veranstal tung wird von zwei Organisten im Kreis Flensburg gemeinsam mit der Kirchen musikschule Løgumkloster und dem Organisten der Kirche in Løgumkloster ge leitet. Von Juli bis September werden eine Reihe von Orgelkonzerten und an de re Veranstaltungen angeboten, die auf die interessantesten Orgeln der Grenz region hinweisen, sowie Besuche bei Orgelbauern veranstaltet.

Chormusik und Chöre südlich der Grenze

Wie überall in Deutschland ist auch in Schleswig-Holstein und in der deutsch-dänischen Grenzregion das Singen im Chor eine beliebte und sehr verbindende Beschäftigung für Kinder und Erwachsene.
Es gibt die großen, professionellen Opernchöre der Musiktheater, wie den Chor des Schleswig-Holsteinischen Landestheaters und Sinfonieorchesters (www.sh-landestheater.de).
Andere Chöre im professionellen und semiprofessionellen Bereich sind Mitglieder im Verband Deutscher KonzertChöre (www.vdkc.de). Hierzu gehören in Schleswig-Holstein beispielsweise der Flensburger Bach-Chor, der Städtische Chor Kiel und der Lübecker Kammerchor.
Neben den Opernchören der Musiktheater und den Chören, die Mitglieder im Verband Deutscher Konzertchöre sind, gehören die meisten Chöre dem Sängerbund Schleswig-Holstein (www.saengerbundschleswig-holstein.de) und der Nordelbischen Kirche (www.nordelbien.de) an. Der Sängerbund Schleswig-Holstein ist in sieben Sängerkreise unterteilt (Südholstein, Ostsee, Segeberg/Pinneberg, Schleswig/Flensburg, Nordfriesland, West-Holstein und Mittel-Holstein). Etwa 450 Chöre sind im Sängerbund organisiert. Auch in der deutsch-dänischen Grenzregion gibt es etliche Chöre, allein Flensburg verzeichnet 12 Chöre, die zum Sängerbund gehören. Darunter sind zum Beispiel der Gesangverein Friedheim, der Nordertor-Chor, der Polizeichor Flensburg, der Shantychor „Die Hornblower“ sowie andere Männer-, Kinder- und Jugendchöre. Auch in den anderen Orten entlang der deutsch-dänischen Grenze im Kreis Schleswig-Flensburg und im Kreis Nordfriesland sind vielfältige Chöre verzeichnet.
Über 700 Chöre sind unter dem Dach der Nordelbischen Kirche organisiert. Die Kirchenmusikveranstaltungen der Nordelbischen Kirche sind zu finden unter www.kirchenmusik-nordelbien.de. Fast alle Kirchen und  Kirchengemeinden im Land haben Chöre wie Kinder- und Jugendchöre, Frauenchöre, Männerchöre, Gospelchöre, Seniorenchöre und andere Ensembles. Bekannte Kirchenchöre im nördlichen Schleswig-Holstein sind zum Beispiel der Sankt Nikolai Chor der Nikolaikirche Flensburg und der Domchor des Schleswiger Doms.

Darüber hinaus gibt es viele andere Chöre, die zu keiner Organisation gehören. So findet man unter dem Suchwort „Flensburg“ bei www.choere.de allein 46 Chöre unterschiedlicher Genres in Flensburg und Umgebung.
Die besten Laien-Chöre messen ihr Können auf dem LandesChorWettbewerb, der alle drei Jahre vom Landesmusikrat Schleswig-Holstein (www.landesmusikrat-sh.de) ausgerichtet wird. Der LandesChorWettbewerb, auch „CHORALLE“ genannt, ist die Fördermaßnahme der Landesmusikräte Schleswig-Holstein und Hamburg für die Chormusik in ihren Bundesländern und dient darüber hinaus der Qualifizierung für den Deutschen Chorwettbewerb. Ebenfalls im Landesmusikrat organisiert ist der 1986 gegründete LandesJugendChor Schleswig-Holstein (LJC).
Insgesamt gibt es in Schleswig-Holstein rund 800 Kirchenchöre, 500 weltliche Chöre und etwa 500 Schulchöre.
Die Musik im Allgemeinen und auch die Chormusik verbindet die Menschen nördlich und südlich der deutsch-dänischen Grenze. Das zeigt beispielsweise der im Jahr 1906 gegründete Flensburger Bach-Chor (www.flensburger-bach-chor.de), der auch gemeinsam mit dem Sønderjyllands Symfoniorkester und anderen dänischen Orchestern auftritt. Der Flensburger Bach-Chor zählt zu den traditionsreichsten und bekanntesten Chören Norddeutschlands und veranstaltet alle zwei Jahre die weit über die Landesgrenzen hinaus bekannten "Flensburger Bach-Tage".


Chormusik und Chöre nördlich der Grenze

Auch in Sønderjylland ist Singen in Chören eine beliebte Beschäftigung für Menschen allen Alters und aller Schichten. Man geht davon aus, dass es in Sønderjylland etwa 100 Amateurchöre gibt. Ein großer Teil dieser Chöre ist in den verschiedenen landesweiten Dachorganisationen wie z.B. Kor72, Danske Folkekor / Dänische Volkschöre, Danmarks Børne- og Ungdomskor / Dänische Kinder- und Jugenchöre, Folkekirkens Ungdomskor / Jugendchor der dänischen Volkskirche, Dansk Arbejdersanger og Musikerforbund / Dänischer Verband der Arbeitersänger und Musiker und Dansk Sangerforbund / Dänischer Sängerverband organisiert.

Außerdem haben sich etwa 20 Volkschöre in der Abteilung für Sønderjylland von Danske Folkekor zusammengeschlossen, die als „Grenzchöre“ bezeichnet wird. Darüber hinaus finden sich eine Reihe von Amateurchören, die keiner Organisation angehören. Nicht zuletzt gibt es auch ausgezeichnete Chöre in vielen der Schulen und Gymnasien des Landesteils.

Im Jahre 2003 wurde der Philharmonische Chor mit Anbindung an Sønder­jyl lands Symphonieorchester gegründet. Dieser Chor für fortgeschrittene Ama teursänger wirkt bei der Aufführung von größeren Chorwerken durch das Or chester mit.

Die zahlreichen Chöre sind Ausdruck eines breiten öffentlichen Interesses, aktiv an Chormusik teilzunehmen. Aber es ist auch Ausdruck einer erheblichen Breite bei Genres und unterschiedlichen Repertoires – von Liedern aus Sønder jylland und dänischen Liedern bis hin zu klassischen Werken, Jazz, Gospel und Rock.

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