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Sportvereine

Sportvereine südlich der Grenze

Dem Breitensport allgemein und damit insbesondere auch den organisierten Sportvereinen, kommt eine immer größere gesellschaftliche Aufgabe zu. Mittlerweile beschränkt sich diese nicht mehr allein auf die fachlich qualifizierte Unterrichtung in verschiedenen Sportarten, wobei dies im Sport- und Bildungszentrum des Landessportverbands Schleswig-Holstein (LSV) in Malente in Trainerlehrgängen sichergestellt wird.

Die meisten Sportvereine sind durch die entsprechenden Kreissportverbände im LSV organisiert. Im Grenzlandgebiet gibt es die im LSV angeschlossenen drei Kreissportverbände: Flensburg, Schleswig-Flensburg und Nordfriesland.

Durch die wachsende Zahl älterer Menschen und die zunehmende Internationalisierung der Gesellschaft, aber auch durch die Herausforderungen wie Gesundheitsschäden oder Gewaltbereitschaft, müssen sich auch die Vereine diesen Anforderungen stellen. Viele ausländische Mitbewohner finden durch die Mitgliedschaft in Sportvereinen schneller Kontakte, lernen Gewohnheiten und Sprache besser und können sich in ihrer neuen Umgebung leichter zu Recht finden. Auch leisten die Vereine durch das Miteinander einen hohen sozialen, integrativen Faktor. Sie bringen sich ein durch Aktionen wie „Sport gegen Gewalt“ oder bieten einen aktiven Beitrag durch Aggressionsabbau beim Sport ganz allgemein oder durch das Angebot besonderer Sportarten wie Kickboxen einerseits oder zur Verteidigung wie Karate oder Judo andererseits.

Ein weiteres großes Augenmerk der organisierten Vereine liegt auf dem Thema Prävention in den Bereichen Gesundheit, Ernährung und Bewegung allgemein. Nicht nur Kinder, auch viele Erwachsene bewegen sich zu wenig und haben oftmals Übergewicht. So gibt es die Kampagnen „Familien in Form“ und „Kinder in Bewegung“ sowie diesbezüglich auch Kooperationen mit den offenen Ganztagsschulen.

Aber auch für die ältere Bevölkerung, gerade auf dem weitläufigen Lande, bieten die Sportvereineneben ruhigeren Sportarten wie Wandern, Nordic Walking, Gymnastik u.v.m. meistens auch im Vereinsheim eine soziale Komponente durch regelmäßige Treffen an und beugen so der Vereinsamung der älteren Generation vor.

Ein weiteres wesentliches Augenmerk der Vereine ist die Förderung des Gemeinschaftsgefühls und der Übernahme von Verantwortung. So basiert ein Großteil der Arbeit auf ehrenamtlichem Engagement. Auch den Jugendlichen wird hier ein Angebot unterbreitet, in das gesellschaftliche Ehrenamt hineinzuschnuppern. Um ein wenig mehr den eigenen Bedürfnissen Rechnung tragen zu können und den Vorstellungen mehr Gehör zu verschaffen, gibt es dafür als eigenständigen Jugendverband im LSV die Sportjugend Schleswig-Holstein (SJSH). Sie organisiert beispielsweise neben Betreuerlehrgängen und Sportausbildungen auch ein Freiwilliges soziales Jahr (FSJ) im Sport sowie als Modellprojekt den „Generationenübergreifenden Freiwilligen Dienst“ (GÜF).

Sportvereine nördlich der Grenze

Sønderjylland wird durch zahlreiche, vor allem viele kleine Sportvereine geprägt. Dies ist die Folge aus der dezentralen Struktur der Region, die über viele kleine Orte und fünf etwas größere Städte verfügt.

Diese charakteristische Verteilung der Bevölkerung hat dazu geführt, dass es im Durchschnitt eine größere Zahl von Sporteinrichtungen gibt als im übrigen Dänemark. Insbesondere in den kleineren Orten wurden die Einrichtungen durch engagierte Freiwillige in Zusammenarbeit mit den Gemeinden aufgebaut.

Statistisch gesehen gibt es in Sønderjylland je eine Sporthalle (mit mehr als 800 m2) für 874 Einwohner (dänischer Landesdurchschnitt: 1.225 Einwohner), je einen Fußballplatz für 871 Einwohner (Landesdurchschnitt: 1.225 Einwohner) und je einen Schießstand für 5.880 Einwohner (Landesdurchschnitt: 8.036).

Vereine
Alle drei landesweiten Sportorganisationen sind in Sønderjylland vertreten – Danmarks Idræts-Forbund (DIF/Dänemarks Sportverband), Danske Gymnastik- & Idrætsforeninger (DGI/Dänische Sport- und Gymnastikvereine) sowie der assoziierte Verband De Danske Skytteforeninger (DDS/Dänische Schützenverbände) und Dansk Firmaidrætsforbund (DFIF/Dänischer Firmensportverband).

Im Zusammenhang mit der Kommunalreform veränderte Danmarks Idræts-Forbund (DIF) seine Struktur. Es gibt nun keinen Kreisausschuss für Sønderjyllands Amt mehr. Die Sportaktivitäten des DIF werden durch mehr als 50 Spezialverbände organisiert. Beispiele für solche Spezialverbände sind Dansk Boldspil Union (DBU/Dänische Ballspielunion), Dansk Håndbold Forbund (DHF/Dänischer Handballverband), aber auch weit weniger bekannte Verbände wie z. B. DASU (Dansk Automobil Sports Union/Dänische Automobilsport-Union) mit Ortsvereinen in Vojens, Haderslev, Rødekro, Tønder und auf der Insel Als.

Auf der Homepage von Danmarks Idræts-Forbund findet man eine alphabetische Übersicht über die Sportarten, die in den angeschlossenen Vereinen vertreten sind. Dort gibt es auch Verweise zu den Spezialverbänden, und auf deren Homepages findet man in den meisten Fällen eine Übersicht über die entsprechenden Sportvereine.

Danske Gymnastik- & Idrætsforeninger (DGI) wurde 1992 durch einen Zusammenschluss der dänischen Gymnastik-, Sport- und Jugendverbände gegründet, und De Danske Skytteforeninger (DDS/Dänische Schützenvereine) schlossen sich der neuen Organisation an.

DGI Sønderjylland gibt es unter wechselnden Namen seit mehr als 100 Jahren. Zu seinem 100-jährigen Jubiläum im Jahr 2003 gab der Verband eine Festschrift über seine Geschichte heraus, die Jørn Hansen, Lektor an der Syddansk Universitet, verfasst hat.

DGI Sønderjylland veranstaltet eine große Zahl an Sporttreffen, Turnieren, Kursen und anderen kulturellen Events für die verschiedenen Sportarten. Das Kreisbüro von DGI in Nr. Hostrup liegt in unmittelbarer Nachbarschaft des SI-Zentrums, das über Sporthalle, Schießstand, Außenanlagen sowie Kursus- und Konferenzeinrichtungen und Übernachtungsmöglichkeiten verfügt.

Auf der DGI Homepage kann man unter dem Menüpunkt Lokales/Sportvereine einen Verein finden, der die gewünschte Sportart vor Ort anbietet. DGI verfügt als einziger dänischer Sportverband über eine Organisation südlich der Grenze: Sydslesvigs danske Ungdomsforeninger (SdU, die Sport- und Jugendorganisation der dänischen Minderheit im nördlichen Schleswig-Holstein).

Sportvereine der dänischen Minderheit

Die dänischen Jugendorganisationen in Südschleswig (dänisch: Sydslesvigs danske Ungdomsforeninger - SdU) sind die Dachorganisation der dänischen Sport- und Jugendvereine in Südschleswig (www.sdu.de). Die Organisation hat insgesamt etwa 12.000 Mitglieder, die in 65 Vereinen organisiert sind. Die Größe der einzelnen Vereine variiert zwischen 10 und 1000 Mitgliedern. 
Der SdU ist nicht nur als Dachorganisation tätig, sondern betreibt auch verschiedene Einrichtungen. Hierzu gehören 12 Freizeitheime, 10 Klubhäuser, 2 größere Sporthallen, 4 Schullandheime, 1 Tagungszentrum und diverse Sportplätze. 
Zu den bekanntesten Einrichtungen gehört das Flensborghus in Flensburg, das seit 1920 das zentrale Kultur- und Verwaltungshaus der dänischen Minderheit in Südschleswig ist. Das Haus bietet Räumlichkeiten für u. a. Volkstanz, Theater, Kindertheater, Konzerte und Diskussionsabende.
Das Aktivitetshuset in Flensburg wurde 1990 errichtet und bietet u. a. Angebote im Bereich Foto, Buchdruck, EDV, Video, Musik, Kunst, Holz- und Metallbearbeitung. 
Idrætshallen ist die dänische Sporthalle in Flensburg. Sie wurde 1967 erbaut. Bei Sportveranstaltungen bietet sie 1200 Besuchern Platz. Sie hat 648 Sitzplätze. 
Træningshallen ist die dänische Sporthalle in Schleswig. Sie wurde 1979 erbaut und liegt direkt neben den drei Fußballplätzen des dänischen Vereins Slesvig IF (SIF). 
Idrætsparken in Flensburg ist die Sportanlage des größten Sportvereins der Minderheit Dansk Gymnastik Forening (DGF - www.dgf-flensburg.de). Der DGF wurde 1923 gegründet und bietet die Sparten Handball, Fußball, Faustball, Baseball, Boxen, Tennis und Badminton. Auch Volleyball und Gymnastik und Chearleading sind im Programm zu finden.
Neben der Dansk Gymnastik Forening gibt es Flensburg eine Reihe weiterer Vereine der dänischen Minderheit in Deutschland, darunter den Dansk Håndbold Klub (www.dhk-flensborg.de), den Flensborg Badminton Klub, den Flensborg Roklub (Flensburger Ruderclub, www.flensborg-roklub.de), die Gymnastikforeningen DAN (www.gymnastikforeningen-dan.de), den Boxclub ABC Fight Flensborg (www.abc-fight.svfl.de) und den Flensborg Yachtclub.
Im Kreis Schleswig-Flensburg befinden sich weitere Sportvereine: u.a. der bereits genannte Slesvig IF (SIF, www.slesvig-if.de) mit den Sparten Badminton, Fußball, Gymnastik, Handball, Nordic Walking und Volleyball, der Slesvig Roklub (Schleswiger Ruderclub, www.slesvig-roklub.dk) und der Harreslev-Kobbermølle UF (www.hkuf.de) in Harrislee mit den Sparten Badminton, Tischtennis, Handball, Pétanque – eine Variante der Boule-Sportart - und Schwimmen).
Weitere Versammlungsorte der Vereine in der Grenzregion neben Idrætshallen, Træningshallen und Idrætsparken in Flensburg und Schleswig sind Christianslyst in Nottfeld bei Süderbrarup, ein Schullandheim und gleichzeitig das Tagungszentrum der dänischen Minderheit und Spejdergården Tydal in Eggebek, der zentrale Treffpunkt des Dansk Spejderkorps Sydslesvig, der Pfadfinderorganisation der Minderheit.
Über die Vereinstätigkeit hinaus veranstalten die dänischen Jugendorganisationen in Südschleswig auch Sportveranstaltungen wie zum Beispiel die Aktion „Gesund durch Nordic Walking“, Laufprojekte, Handballturniere, Fußballturniere sowie Turniere für Kinder und beteiligen sich am Flensburger European Minority Marathon.

Sportvereine der deutschen Minderheit

Der Deutsche Jugendverband für Nordschleswig ist der Dachverband der meisten deutschen Jugend- und Sportklubs in Sønderjylland. Durch seine Mitgliedsvereine hat er etwa 2500 Mitglieder. 
Die acht Sportklubs der Minderheit sind die SG West, TSV Lügomkloster, SC Saxburg/Bülderup, Jugendbund Rapstedt/Osterhoist, SV Tingleff, Haderslebener Turnerbund und TS Sonderburg. Traditionell sind die Handballabteilungen am größten, aber es werden auch andere Sportarten wie u.a. Volleyball, Tischtennis und Schwimmen betrieben. In Saxburg und Rapstedt finden jedes Jahr Handballturniere auf Rasen statt. 
Darüber hinaus gibt es eine Reihe von Freizeit- und Jugendklubs, die in der Regel zur lokalen deutschen Schule gehören aber allen Jugendlichen offenstehen.
Die deutschen Ruderklubs sind in ihrem eigenen Verband organisiert:  Nordschleswigscher Ruderverein, der die Klubs in der Dansk Forening for Rosport repräsentiert. Sechs Ruderklubs sind Mitglieder. Es wird in den Vereinsfarben blau-rot-weiß-gelb gerudert. Die Klubs sind in Hadersleben, Apenrade, Gravenstein, Sonderburg, Nordburg und Hoyer als einzigem Klub an der Westküste. 
En kleiner aber aktiver Sportzweig innerhalb des Jugendverbandes ist die Faustballabteilung. Faustball war in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts ein verbreiteter Sport in Sønderjylland. In den 1980er und 90er Jahren begann man bei der SG West langsam wieder mit dem ernsthaften Faustballspielen. 
Die Spieler kommen heute besonders aus der Gegend um Tondern und Saxburg, und die Mannschaft spielt heute unter dem Namen SC Saxburg. Da es keine dänische Liga gibt, hat die Mannschaft eine Ausnahmegenehmigung erhalten und spielt zurzeit in der 2. deutschen Bundesliga Ost. Die Mannschaft stellt gleichzeitig den Großteil der dänischen Faustball-Nationalmannschaft. Neu ist die Damenmannschaft, die gerade ihre erste Saison in der Bezirksliga Nord in Schleswig-Holstein hinter sich hat.

Infocenter

Informationen für Arbeitnehmer, Arbeitgeber und Behörden zu Steuer, sozialer Sicherung und Arbeitsmarkt auf: www.pendlerinfo.org

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