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Radfahrten

Der Nordseeküsten-Radweg

Der Nordseeküsten-Radweg wurde im Mai 2001 eröffnet und ist Teil der North Sea Cycle Route, des längsten ausgeschilderten Radwegs der Welt. Die gesamte Strecke führt über 6000 Kilometer durch Dänemark, Deutschland, die Niederlande, Belgien, Großbritannien, Norwegen Schweden – der schleswig-holsteinische Abschnitt zwischen Hamburg und der dänischen Grenze ist rund 350 Kilometer lang.

Tourenradler genießen auf dem Nordseeküsten-Radweg kilometerweite Freiheit. Mit Blick über das Wattenmeer und der Nase an der gesunden Seeluft rollen sie entlang der Westküste einmal ganz durch Schleswig-Holstein - von Süd nach Nord sogar mit Rückenwind! 
Wer es gemütlicher mag oder mehr über Land und Leute erfahren möchte, nutzt die Querverbindungen für einen Rundkurs, gönnt sich eine Pause am Sandstrand von St. Peter-Ording oder dem Café im Roten Haubarg, besucht die Storm-Stadt Husum, das Nolde-Museum in Seebüll, das Nationalpark-Zentrum „Multimar Wattforum“ oder eine der vielen weiteren Sehenswürdigkeiten der Region. 
Wo sich Abstecher besonders lohnen und wo Reparaturwerkstätten jede Panne schnell beheben, verraten 44 Infotafeln, die 2005 am Weg aufgestellt wurden. Radlerfreundliche Hotels, Jugendherbergen und Pensionen nehmen Gäste auch für einen kurzen Zwischenstopp auf, die öffentlichen Verkehrsmittel sorgen für einen schnellen Transport zwischen den schönsten Etappen.

Weitere Informationen: www.nordseekuestenradweg.de und www.northsea-cycle.com

Kirchturm-Touren auf der Nordseehalbinsel Eiderstedt

18 Kirchtürme weisen Radlern auf Eiderstedt den Weg. St. Christian zu Garding, die auf der höchsten Erhebung der Nordseehalbinsel thront, der stolze Renaissance-Bau St. Pankratius in Oldenswort oder St. Magnus zu Tating mit seinem schlanken Turm, das älteste Gotteshaus Eiderstedts, sind weithin sichtbar. Zusammen mit prächtigen Höfen und großen „Haubargen“, einer regionstypischen Bauernhausform mit hohem Dach, erinnern sie an die Zeit, als Bauern das von Meeresarmen und Prielen durchzogene Land urbar machten und mit reichen Ernten belohnt wurden.
Acht kulturhistorische Touren in einer Länge zwischen 18 und 50 Kilometern verbinden die Kirchen mit weiteren Sehenswürdigkeiten der Region wie dem Hochdorfer Garten, dem Naturschutzgebiet Katinger Watt, dem Eidersperrwerk, dem Roten Haubarg und natürlich dem berühmten, 1907 gebauten Leuchtturm Westerheversand.

Wenn die Kirchen während der Hauptsaison ihre Tore für Besucher öffnen, gibt es besonders viel zu entdecken: In St. Nikolai zu Uelvesbüll zeigt ein Epitaph aus dem Jahr 1591 eine Familie in Eiderstedter Tracht am Kreuz Christi. Ein dreiteiliger, um 1520 entstandener Schnitzaltar aus der Brüggemann-Schule überrascht in St. Marien-Kirche zu Witzwort. Der älteste Taufstein Eiderstedts steht in St. Stephanus zu Westerhever. Und an der Kirche von Katharinenheerd erinnert ein Relief an Martje Flors, ein junges Mädchen, das um 1700 dänische Soldaten zuprostete: „Auf dass es uns wohl gehe in unseren alten Tagen!“

Weitere Informationen: www.tz-eiderstedt.de

Radtour auf dem Stapelholmer Weg

Auf dem 45 Kilometer langen Stapelholmer Weg erleben Fahrradfahrer Ruhe und Natur pur. Kaum vorstellbar, dass hier einst riesige Ochsen- und Schweineherden gen Süden getrieben wurden, Bauern ihre Holsteiner Rassepferde zum Markt nach Flensburg führten und hoch beladene Wagen zwischen Markt- und „Stapel“-Plätzen pendelten!
Der mittelalterliche Handelsweg zweigte bei Oeversee südlich von Flensburg vom Ochsenweg ab. Heute führt eine gut ausgeschilderte Route von Munkwolstrup, das mit dem größten rekonstruierten Großsteingrab Nordeuropas auch als „Stonehenge des Nordens“ bekannt ist, bis nach Hollingstedt, wo seinerzeit die Waren auf Schiffe verladen und über Treene und Eider weiter transportiert wurden.
Bei Trollkjer in der Nähe von Tarp liegt eine weitere wichtige archäologische Fundstelle: bereits um Christi Geburt wurde hier Eisen gewonnen. In der Gegend übten Schmiede ihr Handwerk aus - zum Beispiel in Süderschmedeby, wo ein Heimatmuseum Auskunft über die Eisenverarbeitung im Treenetal gibt. In Oeversee überrascht ein Kirchenbau aus dem 12. Jahrhundert mit einem wehrhaften, aus dicken Felssteinen gemauerten Turm. St. Jürgen hatte im Mittelalter eine Doppelfunktion und diente auch zur Verteidigung der strategisch wichtigen Treenefurt.
An diesen und weiteren markante Stellen informieren insgesamt 15 Tafeln sowohl zur Vergangenheit des Stapelholmer Wegs als auch zu Übernachtungsmöglichkeiten oder Sehenswürdigkeiten in der Nähe. An "Paddel- und Pedalsstationen" können Fahrradfahrer in ein Kanu umsteigen.

Weitere Informationen: www.gruenes-binnenland.de

Auf den Spuren Hauke Haiens

Es geschieht nicht häufig, dass die Kunst unmittelbaren Einfluss auf die Wirklichkeit gewinnt. So sind zum Beispiel sicherlich nur wenige Landstriche nach literarischen Figuren benannt. In Nordfriesland, an der Küste nordwestlich von Bredstedt und südwestlich von Bredstedt liegt ein solches Gebiet: der Hauke-Haien-Koog. 1958-1960 eingedeicht, wird er nur zum kleinen Teil landwirtschaftlich genutzt. Prägend ist vor allem ein Speicherbecken von über 600 Hektar Größe, das zum Auffangen des Niederschlagswassers dient.
Hauke Haien ist die Titelfigur in der 1887 erschienenen Novelle „Der Schimmelreiter“, geschaffen von dem Husumer Dichter Theodor Storm(1817-1888), der neben zahlreichen Novellen vor allem Lyrik von höchstem Rang verfasste. Storm war im Hauptberuf Jurist und befasste sich eingehend mit der ihn umgebenden Wirklichkeit. Bei Fahrten, Wanderungen und Besuchen sammelte er Eindrücke und Informationen, die sich in seinen Werken widerspiegeln. 
Storm war allerdings kein Heimatdichter. Es geht in seinen Novellen darum, losgelöst vom Konkreten eine allgemeine Wirklichkeit künstlerisch darzustellen, und nicht um die genaue Abbildung der Menschen und Landschaft Nordfrieslands im 19. Jahrhundert. Gleichwohl haben nordfriesische Heimatkundler vielfach eifrig nach Übereinstimmungen zwischen dem Werk und ihrem Dorf, ihrem Koog gesucht. Das gilt insbesondere für den „Schimmelreiter“, in dem es um Sturmfluten geht und um den Bau eines neuen Deiches, also um den Hauptstrang in der Geschichte Nordfrieslands, als dessen „Nationalepos“ die Novelle daher vielfach bezeichnet wurde.
Es sind in der Tat an manchen Stellen Spuren zu finden. In Fahretoft in der Marsch der Bökingharde westlich von Niebüll lebte der Landmann Hans Momsen(1735-1811). Er stammte aus einfachen Verhältnissen und entfaltete seine offenbar große Begabung für Zahlen in autodidaktischen Studien. Als Mathematiker, Landmesser und Mechanikus (Gerätebauer) erwarb er sich schon zu Lebzeiten hohes Ansehen. Der Kreis Nordfriesland benannte seinen seit 1986 jährlich vergebenen Kulturpreis nach ihm. Seine Jugend war das Vorbild für die Jugend des Hauke Haien, der sich auch „den Euklid“ und andere Lehrbücher im Selbststudium beibrachte.
In der Hattstedtermarsch nördlich von Husum hatte die Familie Iversen-Schmidt über mehrere Generationen das angesehene und verantwortungsvolle Amt des Deichgrafen inne. Grundlage dafür waren Landbesitz und Wohlstand. Storm hatte gewiss dienstlich mit dem Deichgrafen zu tun, gehörte aber auch zu den privaten Gästen. Die altväterlich-herrschaftliche Atmosphäre in dem Deichgrafenhaus der Novelle hat wohl hier ihre Wurzeln. In jedem Fall war die Beerdigung von Johann Iversen-Schmidt im Jahre 1875, an der Storm vermutlich teilnahm, das Vorbild für das Begräbnis des alten Deichgrafen in der Novelle. Hauke Haien hat dessen Tochter geheiratet und folgt im auf diesem Wege – ohne respektablen eigenen Besitz – im Amte nach.
Als neuer Deichgraf entwickelt Hauke Haien ein kühnes Projekt, einen neuen Deich mit einer flachen Außenböschung, der den auflaufenden Fluten weniger Angriffsfläche bieten soll als die herkömmlichen steilen Deiche, der aber auch wesentlich aufwendigere Baumaßnahmen erfordert. Mit solchen neuen Deichen ließ der Finanzier und dänische Geheime Konferenzrat Jean Henri Desmercieres (1687-1778) die Bedeichung der Bredstedter Bucht zwischen Ockholm im Norden und dem Hattstedter Neuen Koog im Süden vorantreiben. 1741 entstand hier der nach der dänischen Königin benannte Sophien-Madgalenen-Koog, 1767 der Desmerciereskoog. Die Erben des Bauherren waren die Grafen und Fürsten Reuß, nach denen das gesamte Gebiet Reußenköge heißt, in dem aus dem Grund des Wattenmeers Böden entstanden, die zu den fruchtbarsten in Europa zählen.
 
Den Ruhm der neuen Deiche des Herrn Desmercieres hatte der Gelehrte Johann Nicolaus Tetens (1736-1807) aus Tetenbüll verkündet, der im Auftrag der Landesherrschaft die Küste bereiste und unter anderem über den Zustand der Küstenschutzwerke berichtete. Die von diesen Deichen ausgehende Verbesserung der grundlegenden Deichbaumethode schrieb Storm nun seinem Hauke Haien zu.
Der quasi in den Deich geschmiegte „Schimmelreiter-Krug“ in der Hattstedtermarsch schließlich ist leicht zu identifizieren als Ort der Rahmenhandlung, wo der Erzähler der Novelle die Geschichte vom unheimlichen Schimmelreiter hört, dem Deichgrafen, der in der Flut umkam, während sein Deich hielt, und dessen Gespenst immer dort auf dem Deich umgeht, wo eine besondere Gefahr droht.
Südlich der Hattstedtermarsch liegt das Dorf Wobbenbüll. Ein Ortsteil heißt „Schacht“. Der Schacht ist eine gewaltige rechteckige Grube im Gelände. Hier wurde Anfang der 1930er Jahre das Bodenmaterial ausgehoben, mit dem man den seit 1906 bestehenden Sicherungsdamm zur Insel Nordstrand zu einer befahrbaren Straße ausbaute. Diese Baustelle diente 1933 als eindrucksvolle Kulisse für die Dreharbeiten zu dem Film „Der Schimmelreiter“ mit dem damals bekannten Schauspieler Mathias Wieman in der Hauptrolle.
Theodor Storm ging es in seiner Novelle um die Problematisierung eines bestimmten Typus’ des menschlichen Verhaltens, der sich zu seiner Zeit Geltung verschaffte. In Europa, und insbesondere auch in der bürgerlichen Gesellschaft des deutschen Kaiserreich gab es angesichts des damals rasanten technischen Fortschritts starke Tendenzen, die Traditionen zu entwerten und die Welt mit neuen Gedanken und auf neuen Wegen umzugestalten. In Hauke Haien zielt Storm genau auf diese Tendenzen und auf die damit verbundenen Gefahren. Das Projekt des Deichgrafen gelingt, als Mensch scheitert er.
In dem Film von 1933 nun ist Hauke Haien umgedeutet zu einem „Führer“, zu einer „nordischen“ Heldenfigur im Sinne des seit 1933 herrschenden Nationalsozialismus. In der 1936 eingeweihten Theodor-Storm-Jugendherberge in Husum finden sich Wandmalereien im Stil der Zeit, in denen versucht wird, den bürgerlichen Dichter als eine Art Vordenker des NS-Staates zu vereinnahmen. Auch dies sind in gewissem Sinne Spuren von Hauke Haien.
Vor mehr als 200 Gästen aus Nord-, Ost- und Westfriesland, das berichtet der nordfriesische Landeskundler Reimer Kay Holander in seinem 1976 erstmals erschienenen, 2003 neu herausgegebenen Buch „Der Schimmelreiter – Dichtung und Wirklichkeit“, verkündete der schleswig-holsteinische Ministerpräsident Kai-Uwe von Hassel am 10. Juni 1961, dass die Landesregierung den soeben geschlossenen neuen Koog „Hauke-Haien-Koog“ benannt habe. Der Präsident des Friesenrates dankte dem Ministerpräsidenten unter anderem mit den Worten „In dieser Symbolgestalt liegt noch mehr als eine Ehrung der Deichgrafen Nordfrieslands; dieser Name ehrt den friesischen Menschen schlechthin.“
Der Schimmelreiter findet sich heute auf Prospekten für die Tourismuswerbung, auf Schnapsflaschen und auf Namensschildern von Gaststätten. Er inspirierte weiterhin Künstler wie Maler, Bildhauer und Filmemacher. Hauke Haien bietet schließlich auch der literaturwissenschaftlichen Forschung immer neue Zugänge zu psychologischen, politischen und gesellschaftlichen Dimensionen von Theodor Storm und seiner Zeit.

Der Ochsenweg

Wo einst Viehzüchter mit ihren Ochsen südwärts zogen, radelt man heute jenseits stark befahrener Straßen durch das idyllische Binnenland Schleswig-Holsteins: Der 501 Kilometer lange Ochsenweg (Heerweg) folgt einer alten Verkehrsader über Flensburg, Schleswig und Rendsburg über Bad Bramstedt oder Itzehoe bis an die Elbe in Wedel bei Hamburg.

Nicht nur die Tiere, die den Sommer über auf den saftigen Marschenwiesen an Nordsee und Elbe weideten und im Herbst auf den Märkten in Wedel, Itzehoe, Bad Bramstedt, Hamburg oder Husum als Schlachtvieh verkauft wurden, kamen vor über 1000 Jahren aus Viborg in Dänemark nach Norddeutschland. Auch Pilger und Bettler, Handwerker und Kaufleute nutzten diese Wege. Das weit reichende Netz passte sich der Landschaft an – so freuen sich Radfahrer, die heute dem Symbol des Weges, den beiden gekreuzten Hörnern, folgen, über die geringen Höhenunterschiede.

Der Ochsenweg wurde 1998 als erster Themen-Radfernweg Schleswig-Holsteins eröffnet. Etwa zehn Prozent der Route verläuft auf historischen Trassen, die bis auf die Bronzezeit zurück gehen. Die übrige Wegführung berücksichtigt neben Verkehrssicherheit und Erholung vor allem landschaftliche Reize und verschiedene Sehenswürdigkeiten.

Eine echte „Ochsentour“ ist die traditionelle Saisoneröffnung im Mai: Mit einer Staffetten-Sternfahrt starten die Schleswig-Holsteiner und ihre Gäste ins Radeljahr auf dem Ochsenweg.

Weitere Informationen: www.schleswig-holstein-binnenland.de

Der Grenze entlang

Die Grenzroute wurde 2005 als Alternative Nord-Ostsee-Radweg eröffnet. Sie fördert einerseits den Austausch zwischen den Bewohnern des Grenzlandes und hält andererseits Erinnerungen aus Zeiten der Trennung lebendig.
13 Mal kreuzt der 130 Kilometer lange Themenradweg die Linie, die von 1920 bis zum Inkrafttreten des Schengener Abkommens 2001 Dänemark und Deutschland voneinander teilte – und von der immer weniger zu spüren ist. Wiesen, Wälder und Felder, verträumte Städte und Dörfer charakterisieren heute die Landschaft.
 
Doch beinahe an jeder Wegkreuzung und jedem Haus ließe sich eine Anekdote erzählen. So verhalf ein Bauer bei Rodenäs, der direkt auf der Grenze wohnte, vielen Gegnern des Nazi-Regimes zur Flucht: Er bat sie vorn, in Deutschland, zur Haustür herein und wies ihnen nachts aus seinem Garten, der bereits in Dänemark lag, den Weg zum nächsten Dorf. In den Grenzhäuschen von Vindtved bei Ellhöft sollen sich die Gendarmen regelmäßig mit den Anwohnern zum Skat getroffen haben – das war unter Nachbarn genauso üblich, wie die Tatsache, dass man beim Zoll hin und wieder ein Auge zudrückte.

Größere Sehenswürdigkeiten sind die alte Handelsstadt Tondern mit mehreren kulturgeschichtlichen Museen, das Nolde-Museum in Seebüll, Schloss Schackenborg, die KZ-Gedenk- und Begegnungsstätte Ladelund, das Industriemuseum Kupfermühle oder der Naturerlebnisraum Stiftungsland Schäferhaus.
 
An zehn Rastplätzen bieten Hütten Schutz vor Regenschauern. 40 Infotafeln führen zu den Sehenswürdigkeiten in Natur und Kultur und berichten aus der Geschichte.

Weitere Informationen: www.grenzroute.com

Der Nord-Ostsee-Radweg

66 Kilometer – länger ist der Weg vom Nordseedeich zum Ostseestrand nicht. Wer beide Küsten entdecken möchte, nutzt gern die kurze, gut ausgeschilderte Strecke entlang der deutsch-dänischen Grenze. Sie verbindet die North Sea Cycle Route, den Ochsenweg/Heerweg, die dänische Nationalroute 8, den dänischen und den deutschen Ostseeküsten Radweg und eröffnet dadurch zusammen mit dem 2005 eröffneten Themenradweg Grenzroute auch viele Möglichkeiten für Rundtouren.

Der Weg über Rodenäs, Süderlügum, Ladelund und Padborg nach Flensburg bietet zahlreiche Anlässe für Abstecher. Auf Schloss Schackenborg bei Møgeltønder residiert der jüngste Sohn der dänischen Königin, Prinz Joachim. Sein Garten, den man im Sommer bei Führungen besucht, ist ebenso sehenswert wie die St. Nikolaj-Kirche mit Dänemarks ältester Dorfkirchenorgel und weiterem kostbaren Inventar.

In Seebüll baute sich der Maler Emil Nolde sein Wohn- und Atelierhaus, heute ein Museum mit jährlich wechselnden Ausstellungen. Naturhistorische Spuren entdeckt man im eiszeitlichen Tunneltal der Kruså, in den Süderlügumer Binnendünen oder im Naturerlebnisraum Stiftungsland Schäferhaus mit seinen rekonstruierten Hügelgräbern und den Modellen ausgestorbener Tiere. Am Ziel der Fahrt, in Flensburg, öffnet sich das Tor zur Ostsee.

Weitere Informationen: www.nord-ostsee-radweg.com

Der Ostseeküsten-Radweg

Der Ostseeküsten-Radweg verläuft an der Flensburger Förde entlang, um die Geltinger und Eckernförder Bucht zur Kieler Förde, einmal um die Insel Fehmarn und durch die bekannten Ostseebäder Dahme, Grömitz, Scharbeutz und Timmendorfer Strand bis in die Hansestadt Lübeck und weiter ins Baltikum – der schleswig-holsteinische Abschnitt der internationalen Radwanderroute misst 452 Kilometer.

Sanfte Hügel, von Knicks (Wallhecken) durchzogene Felder und Weiden breiten sich gleich vor den Toren der Stadt Flensburg aus. Immer wieder öffnet sich der Blick auf die Förde, auf der im Sommer zahlreiche Segler kreuzen. Ins Tal der Langballigau schmiegt sich der Museumsort Unewatt mit alten Höfen, Wind- und Wassermühle, Räucherei und Gasthaus. Eine kleine weiße, direkt am Steilufer gelegene Kirche, lässt Radler in Neukirchen inne halten, bevor der Weg an der Geltinger Birk Richtung Süden schwenkt.
Auf der weiteren Fahrt nach Kiel wechseln sich Steilufer und Sandstrand mit Fischerorten und Städtchen ab. Neben ausgiebigen Zwischenstopps in Kappeln und Eckernförde lohnen sich Abstecher auf die Halbinsel Holnis, die weit in die Flensburger Förde hineinreicht, nach Maasholm an der Schleimündung und entlang der Schlei nach Schleswig oder Arnis, der kleinsten Stadt Deutschlands.

Weitere Informationen: www.ostsee-schleswig-holstein.de

Infocenter

Informationen für Arbeitnehmer, Arbeitgeber und Behörden zu Steuer, sozialer Sicherung und Arbeitsmarkt auf: www.pendlerinfo.org

Publikationen

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Unter Nachbarn

"Unter Nachbarn" ist das Best-Of aus den vier Partnerzeitungen: Der Nordschleswiger, Flensborg Avis, JydskeVestkysten und den sh:z-Zeitungen.

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